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Umsätze und Gewinne der Post brechen ein

Die Deutsche Post hat im zweiten Quartal 2009 vor allem wegen der globalen Konjunkturflaute einen Umsatz- und Gewinneinbruch verzeichnet. Foto: dpa
Die Deutsche Post hat im zweiten Quartal 2009 vor allem wegen der globalen Konjunkturflaute einen Umsatz- und Gewinneinbruch verzeichnet. Foto: dpa © Foto:
23.07.2009, 10:36 Uhr
Bonn () Die Deutsche Post hat im zweiten Quartal 2009 vor allem wegen der globalen Konjunkturflaute einen Umsatz- und Gewinneinbruch verzeichnet. Die Rückgänge stammen auch aus dem weiter schrumpfenden Briefgeschäft. Der Konzernumsatz sank um 17,7 Prozent auf 11,1 Milliarden Euro, wie das im DAX notierte Unternehmen am Donnerstag in Bonn berichtete. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) sowie Sondereffekten ging um 37,8 Prozent auf 257 Millionen Euro zurück. Unter dem Strich erzielte die Post einen Überschuss von 66 Millionen Euro nach 231 Millionen Euro vor einem Jahr.

Positiv auf die Quartals-Zahlen hätten sich bereits die begonnenen Kostensenkungen in allen Unternehmensbereichen ausgewirkt, sagte Post-Vorstandschef Frank Appel. "Wir steuern erfolgreich durch die Krise." Beim Briefversand sollen noch in diesem Jahr rund 300 Millionen Euro eingespart werden - auch auf Kosten der Beschäftigten.

Das machte auch Appel klar. "Es führt kein Weg an einer Verlängerung der Arbeitszeiten ohne Lohnausgleich vorbei und auch bei den Lohnsteigerungen müssen wir auf die Bremse treten. Diese Maßnahmen sind unumgänglich, wenn wir vermeiden wollen, dass wir in ein paar Jahren zu noch viel drastischeren Maßnahmen gezwungen sind." Brief-Vorstand Jürgen Gerdes betonte: "Wir müssen jetzt handeln, damit unsere Mitarbeiter einen sicheren Arbeitsplatz behalten."

Für das Gesamtjahr 2009 stellte Appel ein EBIT vor Sondereffekten von 1,2 Milliarden Euro in Aussicht. Die Talsohle des Konjunkturabschwungs ist nach Einschätzung der Post zwar erreicht. Eine nennenswerte Erholung des Welthandels sei aber in den nächsten Monaten nicht zu erwarten. Eine "substanzielle Verbesserung sehen wir noch nicht", sagte Appel.

Im gesamten ersten Halbjahr ging das EBIT deutlich um 85 Prozent auf 136 Millionen Euro zurück. Vor Einmaleffekten sank es um 40,2 Prozent auf 569 Millionen Euro. Der Konzerngewinn lag im ersten Halbjahr - vor allem dank einer höheren Bewertung der Postbank- Verkaufsoptionen - bei 1,01 Milliarden Euro (Vorjahreszeitraum: 614 Millionen Euro).

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