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Simone Weber 17.02.2017 09:42 Uhr
Red. Rathenow, redaktion-rn@brawo.de

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Wahlkämpferin zu Gast auf CDU-Neujahrsempfang

Rathenow (MOZ) "Rathenow ist ja kein unbekanntes Gebiet für mich. In den letzten 20 Jahren hat sich das Bild Rathenows und Brandenburgs an der Havel stark verändert. Das verbindet unsere Städte. Das trifft auch auf Premnitz, den dritten Partner der Wirtschaftsregion Westbrandenburg zu", begann Dietlind Tiemann ihr Grußwort zum Neujahrsempfang des Rathenower CDU-Stadtverbands. Im Restaurant "Harlekin" konnte Stadtverbandschef Andreas Gensicke die Brandenburger Oberbürgermeisterin erstmals zum Neujahrsempfang begrüßen. Am 17. Dezember wurde Tiemann zur CDU-Direktkandidatin im Wahlkreis 60 (Brandenburg an der Havel - Potsdam-Mittelmark I - Havelland III - Teltow-Fläming I) für die Bundestagswahl 2017 gewählt.

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Dietlind Tiemann und Ronald Seeger

© weber

Mit ihrer Rede eröffnete Tiemann, deren zweite Amtszeit als Oberbürgermeisterin erst 2019 endet, den Wahlkampf. "Ich rechne mit Erardo Cristoforo Rautenberg als SPD-Kandidaten für den Bundestagswahlkreis 60", sagte sie am Samstag. "Als mein Nachfolger im Amt des Oberbürgermeisters würde mein derzeitiger Bürgermeister und Kämmerer Steffen Scheller zur Verfügung stehen."

Die Parteifreunde Andreas Gensicke und Ronald Seeger, Bürgermeister der havelländischen Kreisstadt, wiesen indes auf die Zeiten nach der Bundestagswahl hin. 2018 stehen Bürgermeisterwahlen in Rathenow an. "Wenn Ronald Seeger es möchte, könnte ich mir vorstellen, dass er noch einmal für die CDU kandidiert. Meine Unterstützung hätte er", so Gensicke. Dazu, ob Seeger zur Verfügung stehen würde, will sich der Bürgermeister bis spätestens 1. April äußern.

So wie zuvor bereits die Oberbürgermeisterin aus Brandenburg an der Havel griff auch die Falkenseer Landtagsabgeordnete Barbara Richstein die Politik der rot-roten Landesregierung an und kritisierte vor allem die "Verwaltungsstrukturreform, die nur eine schlechte Kreisgebietsreform ist", die "schlechte Bildungspolitik" sowie die bisherigen "vielen Rücktritte in der Regierung".

Angemerkt: Der Jurist Erardo Rautenberg ist SPD-Mitglied seit 1990. Am 1. März 1996 wurde der damalige Staatsanwalt, zuletzt Oberstaatsanwalt in Neuruppin, zum Generalstaatsanwalt des Landes Brandenburg berufen. Seine Behörde hat ihren Sitz seit September 1993 in der Domstadt an der Havel.

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