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17.02.2017 10:26 Uhr

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Leichtathleten kämpfen in Leipzig um EM-Tickets

Leipzig (dpa) Der schnellste Mann Deutschlands fehlt - aber sonst sind am Wochenende in Leipzig alle Asse am Start. Eurosport überträgt von den deutschen Hallenmeisterschaften an beiden Tagen live aus der Arena, die ARD-Sportschau am Sonntag.

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Robin Erewa, deutscher Meister über 200 Meter, startet in der Halle über 60 Meter.

© Sven Hoppe/dpa

Zwei Wochen vor der Hallen-EM in Belgrad (3. bis 5. März) wollen viele die letzte Chance zur Qualifikation nutzen. Fast 500 Leichtathleten aus 120 Vereinen haben gemeldet. Auch vier Europameister von Amsterdam sind dabei: Hürdensprinterin Cindy Roleder, Dreispringer Max Heß sowie die Kugelstoßer Christina Schwanitz und David Storl. Sechs Highlights:

KUGELSTOSSEN MÄNNER (Samstag 16.50 Uhr)

EM-Norm: 19,80 Meter

erfüllt: David Storl 21,37 Meter

Bei der EM in Belgrad will David Storl seine Goldmedaille von 2015 erfolgreich verteidigen, in Leipzig kämpft der Sachse um seinen fünften Hallentitel. Der frischgebackene Papa kann sich wohl nur selber schlagen. Von fünf Hallenmeetings hat der 26-Jährige in diesem Winter schon vier gewonnen - mit 21,37 Metern führt der zweimalige Weltmeister sogar die Weltjahresbestenliste an.

60 METER MÄNNER (Samstag 18.05 Uhr)

EM-Norm: 6,66 Sekunden (bisher von keinem Sprinter erfüllt)

Deutschlands Top-Sprinter und Titelverteidiger Julian Reus fehlt - das ist die Chance für seine schnellen Kollegen aus der EM-Staffel von Amsterdam. Rekordmann Reus verzichtet diesmal auf eine komplette Hallensaison. Für das Sprint-Double ist nun der Wattenscheider Robin Erewa bereit: Der 200-Meter-Meister von 2014 und 2015 will es diesmal auch auf der kürzesten Strecke wissen. Erst drei Athleten haben das Double seit der Wiedervereinigung in der Halle geschafft.

60 METER FRAUEN (Samstag 18.20 Uhr)

EM-Norm: 7,28 Sekunden

erfüllt: Rebekka Haase 7,14 Sekunden und fünf weitere Sprinterinnen

Das wird ein spannendes Finale! Nur drei Sprinterinnen dürfen nach Belgrad - drei sind raus. Und Titelverteidigerin Tatjana Pinto ist in diesem Winter noch gar nicht gestartet. Rebekka Haase musste sich im vorigen Jahr klar geschlagen geben, als Pinto mit 7,07 Sekunden für das herausragende Resultat in der Arena sorgte. Da wackelte sogar der deutsche Rekord von Marita Koch (7,04).

60 METER HÜRDEN FRAUEN (Samstag 17.30 Uhr)

EM-Norm: 8,10 Sekunden

erfüllt: Cindy Roleder (SV Halle) 7,85 Sekunden

Pamela Dutkiewicz (Wattenscheid) 7,88 und eine weitere Läuferin

Wie beim ISTAF nimmt Europameisterin Cindy Roleder auch in Leipzig Kurs auf den dritten Titel in Serie. «Ich will auf jeden Fall in Leipzig den Hattrick», sagte sie. «Ich gehe dahin und will gewinnen.» Pamela Dutkiewicz ist ihre schärfste Konkurrentin. «Als Selbstläufer sehe ich das aber nicht», meinte Roleder vor ihrem Heimspiel.

STABHOCHSPRUNG MÄNNER (Sonntag 13.25 Uhr)

EM-Norm 5,78 Meter

erfüllt: bisher kein Athlet

Diesmal will es Raphael Holzdeppe aber wissen - der erste Hallentitel für den besten deutschen Stabhochspringer ist überfällig. Bisher hat der WM-Zweite vom LAZ Zweibrücken aber noch nicht einmal die EM-Norm erfüllt. Doch keine Panik. «Wenn nichts dazwischenkommt, fällt die Norm auf jeden Fall», sagte der Weltmeister von 2013 vor einer Woche nach dem Hallen-ISTAF.

WEITSPRUNG FRAUEN (Sonntag 15.35 Uhr)

EM-Norm: 6,55 Meter

erfüllt: Claudia Salman-Rath (Frankfurt/Main) 6,76 Meter Alexandra Wester (Köln) 6,71 Meter - und eine weitere Springerin

Im Vorjahr triumphierte Alexandra Wester beim Hallen-ISTAF mit 6,95 Metern - für den Titel reichten in Leipzig dann 6,75. In diesem Jahr sollen die 7 Meter fallen - am besten bei der WM in London. Schärfste Konkurrentin für Hobby-Model Wester dürfte wieder Sosthene Moguenara sein. Die Verlobte von Stabhochspringer Raphael Holzdeppe hat im Freien schon 7,16 Meter geschafft.

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