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Ausbau des Erdgeschosses im Klubhaus Kremmen im Plan / Treffen zu konkurrierenden Sanierungs-Ideen bringt Kompromiss

Alter Stuck und neue Pläne im Kremmener Klubhaus

Optimistisch: Bäckermeister Karl-Dietmar Plentz (links) während der Bauberatung mit seinem Team, zu dem unter anderem Trockenbauer, Maler und Stukkateure sowie Restauratoren gehören. Plentz geht von einer Filial-Eröffnung Mitte Mai aus.
Optimistisch: Bäckermeister Karl-Dietmar Plentz (links) während der Bauberatung mit seinem Team, zu dem unter anderem Trockenbauer, Maler und Stukkateure sowie Restauratoren gehören. Plentz geht von einer Filial-Eröffnung Mitte Mai aus. © Foto: MZV
Robby Kupfer / 17.02.2017, 11:37 Uhr
Kremmen (OGA) Während im Erdgeschoss des Kremmener Klubhauses am Marktplatz die neue Filiale der Bäckerei Plentz Gestalt annimmt, muss für die Sanierung und die zukünftige Nutzung der oberen Geschosse wohl noch einmal neu geplant werden.

Letzteres ergab ein Treffen beim stellvertretenden Landrat und Baudezernenten Egmont Hamelow, bei dem am Mittwoch neben Kremmens Bauamtsleiterin Susanne Tamms auch der designierte Bürgermeister Sebastian Busse (CDU), Kremmens Ortsvorsteher Eckhard Koop und die Abgeordnete Stefanie Gebauer (beide parteilos) teilnahmen. Zudem waren bei der Runde Oliver Grützmacher, Fachbereichsleiter Bauordnung beim Landkreis, Denkmalschützer Martin Petsch und Sonja Hermann vom Potsdamer Planungsbüro PHA anwesend. Das Treffen war notwendig geworden, weil zwei konkurrierende Konzepte zur Sanierung und weiteren Nutzung des Klubhauses im vergangenen Jahr zu keinem genehmigungsfähigen Plan geführt hatten. Während das von der Stadt beauftragte Planungsbüro PHA zunächst einen Entwurf vorgelegt hatte, der den Wegfall der Bühne im großen Saal vorsah, betonte ein Gegenentwurf des vom Ortsbeirat beauftragten Planers Horst Troppens genau diesen Erhalt der Bühne. Das war aber aufgrund anderer Details vom Denkmalschutz als nicht genehmigungsfähig eingestuft worden.

Ein Kompromiss der nun stattgefundenen Runde ist der definitive Erhalt der Bühne im Festsaal. Das teilten sowohl Eckhard Koop als auch Sebastian Busse mit. Beide gehen auch davon aus, dass es eines weiteren, dritten Entwurfs für die Sanierung des Klubhauses bedarf. Während Busse davon sprach, dass es einen neuen Bauantrag oder zumindest einen Änderungsbauantrag geben muss, bringt Ortsvorsteher Koop, der eine "Arbeitsgruppe zur Wiederbelebung des Klubhauses Kremmen" gegründet hat, auch die Möglichkeit eines Ideenwettbewerbs ins Spiel. Dabei könne auch über den Einzug der Bibliothek in einen Anbau im Hofbereich nachgedacht werden. Koop betont allerdings, dass die Planungen möglichst 2017 abgeschlossen sein sollten, um 2018 mit der Sanierung der oberen Stockwerke beginnen zu können.

Derweil wird im Erdgeschoss mit Hochdruck am Einzug der neuen Filiale der Bäckerei Plentz gearbeitet. Bis zu 20 Handwerker mehrerer Gewerke sind momentan damit beschäftigt, den großen Verkaufsraum und zwei weitere Räume für ein Café herzurichten. Dabei stießen die Wittstocker Restauratoren Daniela Geyer und Hendrik Seipt unter anderem auf Deckenstuck-Elemente aus der Zeit um 1900, als das Klubhaus nach einem Brand neu aufgebaut worden war. Massiv übermalt und teilweise auch beschädigt, muss der filigrane Jugendstil-Stuck nun behutsam freigelegt und ergänzt werden. In der kommenden Woche soll dann das Farbkonzept des Denkmalschutzes umgesetzt werden, bei dem die Stuckelemente ihr helles Beige mit partiellen Vergoldungen zurückbekommen.

Für Karl-Dietmar Plentz ist die aufwändige Sanierung des Erdgeschosses auch "ein Bekenntnis zu unserem Standort Kremmen, an dem wir bereits seit 1994 mit einer Filiale vertreten sind." Auch deshalb werde versucht, so viel wie möglich von der noch vorhandenen Bausubstanz zu erhalten. Dazu gehören auch alte Dielen, die im Café, das Plentz als "gute Stube im Bauernstil" einrichten will, aufgearbeitet werden sollen. Im Gegenzug genehmigte der Denkmalschutz unter anderem eine zweite Eingangstür in der Frontfassade des Klubhauses.

Sowohl Plentz als auch die Restauratoren sind vom regen Interesse der Kremmener am Aus- und Umbau beeindruckt. "Es waren sogar schon Leute mit alten Aufnahmen aus dem Klubhaus da", berichtet Daniela Geyer. "Die Kremmener sind froh, dass sich hier endlich etwas bewegt", ergänzt Karl-Dietmar Plentz. Er geht von einer Eröffnung seiner Filiale Mitte Mai aus.

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