to_top_picture
Anmelden
Anmelden

Freitag, 31. März 2017
ABO-ButtonePaper-ButtonKONTAKT-Button


Sie haben 8 von 10 Gratis-Artikeln gelesen.
x
Registrieren Sie sich jetzt und lesen Sie im Monat bis zu 20 Artikel kostenlos.
Jetzt kostenlos registrieren
Bereits registriert? Bitte anmelden

18.02.2017 15:53 Uhr - Aktualisiert 17.02.2017 17:56 Uhr

artikel-ansicht/dg/0/

IG Metall: Opel-Übernahme durch PSA vielleicht gute Option

Rüsselsheim (dpa) Die mögliche Übernahme des Autobauers Opel durch den französischen Konkurrenten PSA (Peugeot und Citroën) ist nach Einschätzung der IG Metall in Nordrhein-Westfalen vielleicht die bessere Perspektive für das Unternehmen.

artikel-ansicht/dg/0/1/1553022/
 

Opel hat rund 38 200 Mitarbeiter in Europa, davon mehr als die Hälfte in Deutschland.

© Andreas Arnold/dpa

Die Gewerkschaft werde prüfen, ob der Deal nicht sogar die Chancen für die Marken Opel und Vauxhall erhöhe, sagte der Bezirksleiter der IG Metall, Knut Giesler, der «Rheinischen Post» (Samstag). Natürlich hätten beide Hersteller - Opel und PSA - Probleme.

«Aber das liegt in erster Linie daran, dass sie nicht die Stückzahlen erreichen, um in ihrem Segment wirtschaftlich fertigen zu können. Beide zusammen könnten ein solches Volumen schaffen». Für den Standort Bochum, wo derzeit ein neues Warenverteilzentrum entsteht, zeigte sich Giesler optimistisch. Es sei ein hochmodernes Ersatzteilzentrum mit einer hervorragenden logistischen Anbindung.

Die «Automobilwoche» zitiert einen Mitarbeiter aus dem Umfeld von PSA-Chef Carlos Tavares mit den Worten: «Opel ist eine deutsche Industrie-Ikone. PSA wird sie nicht zerstören, sondern pflegen.» Der Konzern wolle nicht nur die Marke erhalten, sondern deren Bedeutung international ausbauen. Opel-Chef Karl-Thomas Neumann hatte den möglichen Eigentümerwechsel bereits als «prinzipiell sinnvoll» bezeichnet.

Bereits am Freitag hatte Kanzlerin Angela Merkel (CDU) gesagt, es werde alles, was politisch möglich sei, getan, «dass die Arbeitsplätze und Standorte in Deutschland gesichert sind». Die Gespräche seien in Gang gebracht worden und müssten nun abgewartet werden.

Für die Bundesregierung führt Wirtschaftsstaatssekretär

Matthias Machnig (SPD) die Gespräche. Er sagte der «Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung» und dem «Spiegel», er sehe große Chancen in dem Vorhaben. «Durch den Zusammenschluss würde der zweitgrößte Autokonzern Europas entstehen», sagte er dem «Spiegel». «Dadurch ergeben sich auch zusätzliche Möglichkeiten für Investitionen, Innovationen und Wachstum.»

Der «FAS» sagte er, «Ziel ist es, alle Standorte und Arbeitsplätze zu erhalten» und verwies auf die geltende Betriebsvereinbarung, die Standorte und Arbeitsplätze bis zum Jahr 2020 garantiert. Zudem sei die Lage völlig anders als 2009, als mitten in der Finanz- und Wirtschaftskrise das komplette Aus für Opel zur Debatte stand und die Politik mit Staatshilfen eingreifen wollte.

Artikel empfehlen

Artikel kommentieren

Seite empfehlen

Nachricht an die Redaktion

Druckversion

Lesen Sie auch...

Artikel kommentieren   Lesezeichen setzen   Nachricht an die Redaktion   Druckversion

Regionalnavigator

Landkreiskarte Brandenburg Ostprignitz-Ruppin Potsdam-Mittelmark Brandenburg/Havel
MOZ

Ort, PLZ oder Redaktion