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Volkmar Ernst 16.03.2017 11:38 Uhr
Red. Hennigsdorf, lokales@oranienburger-generalanzeiger.de

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Viele Grüße aus Rumänien

Teschendorf (GZ) Am 1. Februar 1990 setzt sich in Teschendorf ein Fahrzeugkonvoi mit Lebensmitteln, Baby- und Kindersachen sowie Medikamenten in Bewegung. Ziel ist das rumänische Codlea, zu deutsch: Zeiden in Siebenbürgen. Dort gibt es eine kleine evangelische Kirchengemeinde, deren Arbeit unterstützt werden soll.

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Kollegen: Der ehemalige Grüneberger Pfarrer Gerhard Gabriel (links) präsentiert ein Bild der evangelischen Schule in Codlea, Andreas Hartig, ein Foto von der Kirchenburg.

© MZV

Das war die Geburtsstunde des Rumänien-Ausschusses der Synode, der seither viele weitere Transporte in Richtung Rumänien organisiert hat. Der ehemalige Grüneberger Pfarrer Gerhard Gabriel, der seit einem Jahr Vorsitzender des Ausschusses ist, schätzt die aufgebrachte Spendensumme inklusive der Sachspenden auf mehr als eine halbe Million D-Mark beziehungsweise Euro. Pfarrer Andreas Hartig, der seit acht Jahren die Kirchengemeinde in Rumänien betreut, war am Wochenende beim Kirchenkreis zu Gast. Dort berichtete er über die vor Ort geleistete Arbeit und anstehende Projekte. Zudem ging es um den Ausbau der Kontakte. Vor seiner Abreise war Hartig am Dienstag noch einmal nach Teschendorf gekommen, um sich mit Mitgliedern der Kirchengemeinde und des Ausschusses zu treffen.

Doch nicht nur die Kirchengemeinde in Codlea profitiert von der Rumänienhilfe. Auch ein Röntgengerät für das Krankenhaus, ein Zahnarztstuhl für das Gefängnis sowie Medikamente wurden auf die Reise geschickt. Über Zuwendungen konnten sich auch der evangelische Kindergarten und die evangelische Schule in Codlea freuen. Dort konnte eine neue Heizung installiert werden. Vor Ort Hand angelegt hat dabei unter anderem Dieter Lehmann, dessen Frau Gabriele lange Zeit Vorsitzende des Rumänien-Ausschusses war und die maßgeblichen Anteil daran hat, dass sich aus den ersten Kontakten eine intensive Freundschaft entwickelte.

Inzwischen hat die Stadt die Fenster und Türen der Schule erneuern lassen. Um Geld für die Reparatur des Daches zu sammeln, wurde eine Benefizveranstaltung vor Ort organisiert. Weitere Projekte sind die Suppenküche und das Essen auf Rädern, mit dem vor allem ältere alleinstehende Personen versorgt werden. "Ohne die Unterstützung wäre das nicht möglich", dankte Hartig dafür.

Wenn der Pfarrer in Rumänien zurück ist, dann auch mit der Zusage, dass der Kirchenkreis Gransee-Templin die Werbetrommel rührt, um Spenden für die Instandsetzung der Elektrik in der Zeidener Kirchenburg zu sammeln.

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