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Opel-Autohaus Parnow sieht Übernahme der Marke durch PSA gelassen

Überrascht von schnellem Verkauf

Seit 1990 Opelhändler: Jörg und Klaus Parnow vor dem neu gestalteten Blitz-Symbol
Seit 1990 Opelhändler: Jörg und Klaus Parnow vor dem neu gestalteten Blitz-Symbol © Foto: MOZ/Steffen Göttmann
Steffen Göttmann / 21.03.2017, 05:46 Uhr
Bad Freienwalde (MOZ) Die Übernahme von Opel durch Peugeot kam auch für Klaus und seinen Sohn Jörg Parnow vom gleichnamigen Autohaus in Bad Freienwalde überraschend. "Wir haben uns gewundert, dass die Übernahme so schnell vonstattenging", sagte Senior-Chef Klaus Parnow und fügte lachend hinzu: "Vielleicht brauchte GM das Geld." Zu den Autohäusern seien vorher keine Informationen durchgesickert. "Wir haben alle Höhen und Tiefen bei GM mitgemacht, wir verkraften auch die neue Entwicklung", so Klaus Parnow. Vielleicht sei der Verkauf der Marke sogar positiv, weil Opel jetzt weltweit vertrieben werden dürfte. Bisher war der europäischen GM-Tochter der Vertrieb der Fahrzeuge in Lateinamerika und Asien zugunsten anderer Konzernmarken versagt. Opel und Peugeot arbeiteten schon länger zusammen, so Klaus Parnow und nannte die Plattform "Opel Meriva" als Beispiel.

Der US-Fahrzeughersteller General Motors hatte Anfang März die europäischen Tochtergesellschaften Opel und Vauxhall an den französischen PSA-Konzern verkauft. Dieser vereint die Produktion von Peugeot und Citroen.

Das Autohaus Parnow am Weg an der Bahn gehört zu den traditionellen Handwerksbetrieben in Bad Freienwalde. Das Unternehmen besteht sei mehr als 30 Jahren und gibt elf Mitarbeitern Lohn und Brot. Die Parnows sind selbstständig, 1990 entschieden sie sich für die Marke Opel und sind dem Blitz seit dem treu geblieben. Der neue Eigentümer von Opel sei kein Grund, sich neu zu orientieren.

Derzeit kommt das Autohaus den Forderungen von Opel nach, außen und innen auf das neue Corporate Design umzustellen. "Was bisher gelb war, wird jetzt grau", sagte Klaus Parnow. Die neuen Ausstattungselemente seien schon da. Bald werde auch die Schrift wieder an der Fassade angebracht. "Diese Veränderung durchlaufen derzeit alle Opel-Autohäuser. Sie muss bis zum 30. Juni abgeschlossen sein", erklärte Klaus Parnow. Die Umstellung sei schon vor der Übernahme begonnen worden.

Bisher hätten die Autohäuser nichts gespürt, auch für die Kunden ändere sich nichts, sagte Klaus Parnow. Die Lieferung von Fahrzeugen und Ersatzteilen laufe in gleichem Umfang und gleicher Qualität weiter. Das Autohaus verfüge über einen treuen Kundenstamm, der bisher nicht verunsichert reagiert habe. "Für die Zukunft hoffen wir, dass uns unsere Kunden die Treue halten", so Klaus und Jörg Parnow.

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