Das Nachrichtenportal für Brandenburg

Milchfluten und gesunde Ackerböden

Engagiert: Frank Adler, Anja Radetzky und Konrad Rotenberg (v. l.) vom Kultur- und Bildungsverein "Alte Schule" Senftenhütte helfen mit der Veranstaltungstechnik aus
Engagiert: Frank Adler, Anja Radetzky und Konrad Rotenberg (v. l.) vom Kultur- und Bildungsverein "Alte Schule" Senftenhütte helfen mit der Veranstaltungstechnik aus © Foto: Matthias Wagner
Matthias Wagner / 21.03.2017, 06:33 Uhr
Chorin (MOZ) Filme sind immer audiovisuelle Erlebnisse. Was diese Verbindung von Sinneseindrücken allerdings in uns bewirkt, hängt ganz vom Inhalt und der Art und Weise der Darstellung ab. Die Beiträge der Ökofilmtour sollen informieren und aufklären und sie sollen die Menschen für die Probleme sensibilisieren, die unsere Lebensweise verursacht, die leider oft von hemmungslosem Konsum geprägt ist.

Vor diesem Hintergrund wurden am Sonnabend in den Räumen des früheren Gasthofes "Zur Kroneneiche", die der Verein Choriner Landsalon ausweichend nutzen musste, zwei Streifen gezeigt. Der Landsalon nimmt seit einigen Jahren an der Filmtour teil. Den Anfang machte "Faszination Ackerboden", ein Werk von Maren Schibilsky über die Problematik moderner Landwirtschaft und deren Folgen. Im Anschluss erlebten die Gäste "Milchflut - Melken bis zum Ruin" von Monika Anthes. Die Autorin beschreibt darin die schwierige Situation der Milcherzeuger nach dem Fall der produktionsbeschränkenden "Milchquote".

Rund 30 Gäste, darunter zahlreiche Einheimische, waren nach Chorin gekommen, um gemeinsam zu schauen und im Anschluss zu angeregt zu diskutieren. "Wir stellen insgesamt fest, dass zwar nicht mehr Besucher kommen, die Anwesenden aber in der Sache engagierter diskutieren", so Frank Adler, Vereinschef des Choriner Landsalons.

Als Expertin stand Anja Hradetzky vom Ökohof "Stolze Kuh" in Stolzenhagen zur Verfügung. Sie ist Absolventin der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) und führt mit ihrem Mann Janusz seit drei Jahren einen Bauernhof mit zurzeit 75 Kühen. "Wir als Jungbauern fangen da an, wo andere aufhören", sagt sie.

Die Ökofilmtour versteht sich als Brandenburger Festival für Umwelt- und Naturfilme und findet in diesem Jahr zum zwölften Mal statt. Sie wird vom Förderverein für Öffentlichkeitsarbeit im Natur- und Umweltschutz organisiert. Von Januar bis April kommen alljährlich insgesamt mehr als 10 000 Zuschauer zusammen, um sich an zahlreichen Festivalorten Streifen zu aktuellen Themen anzusehen.

Kommentare

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2017 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG