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Heike Weißapfel 21.03.2017 06:36 Uhr
Red. Oranienburg, lokales@oranienburger-generalanzeiger.de

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Alte Kolonie erhält Bebauungsplan

Hohen Neuendorf (OGA) Für das Gebiet der Ende des 19. Jahrhunderts entstanden "Alten Kolonie" in Bergfelde will die Stadt Hohen Neuendorf schon seit Jahren einen Bebauungsplan (B-Plan) aufstellen. Dieser steht jetzt kurz vor dem Beschluss.

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Die Alte Kolonie erhält einen Bebauungsplan.

© OGA/Heike Weißapfel

Das 38,4 Hektar große Gebiet mit 13 Straßen soll mit dem B-Plan städtebaulich gesichert und die Lücken könnten "geordnet" bebaut werden. "Ziel der Planung ist letztlich die Erhaltung des Bestandes unter behutsamer Verdichtung", sagte Planungs-Fachdienstleiter Roland Luchterhand im jüngsten Stadtentwicklungsausschuss. Gleichzeitig sollen damit auch Landschaftsschutzgebiet, Trinkwasserschutzzone und Waldbereiche geschützt werden. Es soll darüber hinaus gewährleistet sein, dass die Grundstücke von vorne erschlossen werden und keine weiteren "Hammergrundstücke" entstehen, wie es in einigen Fällen nach 1989 geschehen ist. Für die Grundstücke werden konkrete Obergrenzen zur Bebauung festgesetzt, die es so jetzt nicht gibt.

Der Geltungsbereich des Bebauungsplanes, der aus allgemeinen Wohngebieten und Mischgebieten besteht, wird im Norden durch die Hohen Neuendorfer Straße begrenzt, die den Übergang zu den nördlichen Teilen des Ortsteils Bergfelde bildet. Im Osten und Südosten sind Waldflächen, die Bestandteil des Landschaftsschutzgebietes (LSG) "Westbarnim" bilden, im Südwesten und Westen grenzen das Herthamoor und der Treuegraben mit Waldflächen an, die ebenfalls Bestandteil des LSG sind.

Die öffentliche Auslegung hat Ende vergangenen Jahres stattgefunden. Die Planerin Margret Hollinger stellte den Ausschussmitgliedern die Abwägung vor. Vier Einwohner hatten Stellungnahmen eingereicht, 20 Behörden sich beteiligt.

Großenteils ist das Gebiet ein- und zweigeschossig mit Einzel- und Doppelhäusern bereits bebaut, vereinzelt auch mit höheren Häusern. Die meisten Grundstücke sind etwa 1 000 Quadratmeter groß. Auch gewerbliche Nutzungen gibt es. So befindet sich in der Clara-Zetkin-Straße seit mehr als 60 Jahren auch ein Abschlepp- und Bergungsdienst mit Kfz-Reparaturwerkstatt. In der Abwägung kritisierte ein Anwohner die Lärmimmission und zweifelte das entsprechende Schallschutz-Gutachten an. "Es ist eine Gemengelage", erklärte Margret Hollinger. Die Grenzwerte würden aber eingehalten und es gelte "das Gebot der gegenseitigen Rücksichtnahme". Da der Boden belastet ist, kann dort keine Wohnnutzung stattfinden.

Anders beim Tennisplatz in der Karlstraße: Dieser genießt ebenfalls Bestandsschutz. Sollte er künftig aber einmal nicht mehr bestehen, wäre dort allgemeines Wohngebiet und es können Wohnhäuser errichtet werden.

Einige weitere kleinere Teilflächen des Gebiets werden von Wohnbauflächen zu Waldflächen und umgekehrt. Nötig ist deshalb auch eine Änderung des Flächennutzungsplans. Der Stadtentwicklungsausschuss hat sich mehrheitlich für die Pläne um die Alte Kolonie ausgesprochen.

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