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Sabine Rakitin 21.03.2017 06:50 Uhr
Red. Bernau, bernau-red@moz.de

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Kinder kommen häufig zu kurz

Bernau (MOZ) Zwölf Jahre alt ist die Kinderspielplatzsatzung der Stadt. Höchste Zeit, sie zu überarbeiten, finden die Bernauer Christdemokraten. Am Montag wird ein entsprechender Antrag der Fraktion im Jugend- und Sozialausschuss behandelt.

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Gegenwärtig ist die Mindestgröße von Spielplätzen in der Satung mit 40 Quadratmetern angegeben. "Wir wollen sie deutlich anheben", sagt CDU-Vize-Fraktionschef Daniel Sauer. Auch die Ergebnisse der Spielleitplanung, die 2015 erstellt wurde, müsse endlich in der Satzung verankert werden, weil sie mehr am Wohl der Kinder orientiert seien, findet er. Und nicht zuletzt liegt ihm und seinen Fraktionskollegen eine Sache ganz besonders am Herzen: "Wir wollen, dass möglichst alle Investoren verpflichtet werden, in neu ausgewiesenen B-Plangebieten Kinderspielplätze zu errichten", sagt Daniel Sauer.

Der Ladeburger dürfte dabei auch die Situation im Wohngebiet An den Schäferpfühlen im Auge haben. Obwohl die ersten Wohnhäuser in der Siedlung bereits in den 1990er Jahren gebaut wurden, fehlen bis heute Spielmöglichkeiten für Kinder. Und auch der neue Investor, der im vergangenen Jahr begann, die Wohnbebauung fortzuführen, hat keine Auflage erhalten, einen Spielplatz zu errichten. Statt dessen wird die Stadt selbst in ihre Kasse greifen und in der Nähe des Viertels für den Nachwuchs Spielmöglichkeiten schaffen - sofern sie das ins Auge gefasste Grundstück erwerben kann.

In Bernau würden reichlich neue Baugebiete ausgewiesen, stellt die CDU fest. Dabei sei im innerstädtischen Bereich zunehmend der Geschosswohnungsbau von Belang, während in den Ortsteilen sowie in den Randgebieten vorrangig die Bebauung mit Einfamilienhäusern prägend sei. "Die Grundstücksgrößen liegen in solchen Wohngebieten wegen der gestiegenen Preise nicht selten zwischen 400 und 600Quadratmetern. Deshalb gewinnt die Aufenthaltsqualität für Kleinkinder, Schüler und Jugendliche im öffentlichen Raum dort zunehmend an Bedeutung", argumentiert die Fraktion. Deshalb sei die Frage, in welchem Maße die Stadt bei der Schaffung von Bauplanungsrecht Investoren und Flächeneigentümer an den Kosten der Schaffung von sozialer Infrastruktur beteilige, neu zu diskutieren, ist sie überzeugt.

Zurzeit könne, wenn neue Baugebiete ausgewiesen würden, die Situation eintreten, dass Grundstücke für den Neubau von 60 oder mehr Einfamilienhäusern - gegebenenfalls sogar mit Einliegerwohnungen - vorgesehen würden, aber keine Verpflichtung für die Errichtung eines Spielplatzes bestehe. "Dem gegenüber sind Investoren im Geschosswohnungsbau bereits bei einer deutlich geringeren Zahl von Wohnungseinheiten verpflichtet, einen Spielplatz zu errichten. So ist zum Beispiel bei 60 Wohneinheiten eine Spielfläche in einer Größe von mehr als 250 Quadratmeter vorzusehen", führen die Christdemokraten an. Deshalb sollte geprüft werden, ob zusammenhängende Bebauungsplangebiete so gestellt werden könnten, dass entsprechende Spielflächen verpflichtend würden, schlägt die Fraktion vor. "Dies schafft für Investoren Planungssicherheit. Für die künftigen Bewohner steigt die Attraktivität des Wohnumfeldes." Bei der Überarbeitung der Satzung plädiert die CDU zudem für eine Regelung, die es der Stadt ermöglicht, im Einzelfall einen Kinderspielplatzablösevertrag abzuschließen.

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