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Ruth Buder 21.03.2017 07:31 Uhr
Red. Beeskow, beeskow-red@moz.de

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Lebens-Mittel, Kunst und Bücher

Beeskow (MOZ) "Zu Bauer Klaus" heißt das Geschäft, das heute am Markt 9 in Beeskow offiziell eröffnet wird. Hier kann man in Zukunft nicht nur Bio- und regionale Produkte kaufen, sondern auch verweilen, um zu lesen oder sich Kunst anzuschauen.

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Grandiose Aussicht: Dieser Anblick von St. Marien durch die Scheiben des Wintergarten bewog Klaus Mruk, einen neuen Laden Am Markt 9 in Beeskow zu eröffnen. Besucher können ab heute 13 Uhr "Zu Bauer Klaus" gehen.

© MOZ/Jörn Tornow

Klaus Mruk hat heute Geburtstag, er wird 64. Ein Alter, bei dem sich die meisten überlegen, wie sie ihren Ruhestand verbringen möchten. Klaus Mruk ist mehr im Unruhe-Stand: Er erfüllt sich einen langgehegten Traum. "Ein Blick aus dem Wintergarten des Geschäftes heraus auf die grandiose Silhouette von St. Marien und die Ansicht des historischen Gewölbekellers machten mir schlagartig bewusst, dass nur dies der Ort sein kann, meinen Traum hier und jetzt zu realisieren", sagt er.

Aber es ist nicht nur ein Traum, es ist auch eine Philosophie, die er als Christ lebt. "Ich glaube an die Einzigartigkeit der Schöpfung des Herrn und daran, dass der Mensch dazu berufen ist, diese zu schützen und zu bewahren." Zwangsläufig könne seine Bestimmung als Bauer nur darin bestehen, natürliche und gesunde Lebensmittel unter Beachtung von Nachhaltigkeit und Naturschutz zu erzeugen. In seinem neuen Geschäft (der Laden in der Bodelschwinghstraße schließt und wird Lager und Vorbereitungsküche) will er deshalb nur Bioprodukte und regionale Erzeugnisse aus Deutschland und Europa anbieten - von der Tomate und der Paprika von seinen Gemüsefeldern in Groß Muckrow bis zur Olive aus Spanien. "Obst und Gemüse und handwerklich hergestellte Lebensmittel, wie zum Beispiel Marmeladen, Käse, Räucherfisch, Wurst und Backwaren, beziehe ich auch noch von anderen Betrieben, Bauern und Familien der Region." Milch und Molkereiprodukte kommen aus der Gläsernen Molkerei in Münchehofe.

"Lebensmittel sind Mittel zum Leben", definiert Mruk. Aber diese allein machten das Leben nicht aus, dazu gehörten auch Spaß, Genuss, Frohsinn und Freude. "Für mich sind das Gesang, Kunst, gute Bücher, gute Gespräche und Gemeinsinn. Dafür ist dieser Ort prädestiniert", findet Mruk und führt in den imposanten Gewölbekeller mit durchgehend angenehmer Temperatur, in dem er Kunst ausstellen und verkaufen will. Im hinteren Teil des Geschäftes gibt es Möglichkeiten zum Verweilen, zum Sitzen und Essen (aus eigener Herstellung) und zum Lesen. In Tageszeitungen, natürlich auch in der Märkischen Oderzeitung, in Zeitschriften und Büchern kann dort geschmökert werden. "Wir werden hier ein Bücherregal einrichten", verspricht Mruk, der auch plant, von Zeit zu Zeit altes Handwerk vorzuführen, wie das Pressen von Leinöl.

Zur heutigen Eröffnung wird noch nicht alles so aussehen, wie es Klaus Mruk sich erträumt. Aber in zwei Monaten habe er alles geschafft. Im Laden unterstützen werden ihn Helene Radam und Norbert Schuster. "Ich habe die besten Mitarbeiter der Welt, alle haben mich bei den Vorbereitungen sehr gut unterstützt", lobt Klaus Mruk. Bis heute Vormittag wurde hier noch gewerkelt. Mit seiner Verkleidung aus Balken - sie stammen aus einer Abrissscheune - und anderen Naturmaterialien passt sich das Äußere dem Inhalt an.

Ab 13 Uhr wird heute der Inhaber zu sich einladen - "Zu Bauer Klaus". Gegen 15 Uhr hat er eine Rede angekündigt, aber auch jeder andere dürfe eine Rede halten. Danach wird das Kuchenbuffett eröffnet und die Vernissage von Tochter Juliane und Karl Witzleben. Ab 18 Uhr gibt es bei einem Abendbuffet ein zwangloses Beisammensein. Und weil das neue Geschäft den Gemeinsinn fördern soll, wird gesungen. Ab 19 Uhr spielt die Lieberoser Pfarrerin Susanne Brusch auf der Gitarre - und alle können mit einstimmen.

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