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Burkhard Keeve 21.03.2017 07:32 Uhr
Red. Oranienburg, lokales@oranienburger-generalanzeiger.de

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Oberhavel ist überdurchschnittlich waldreich

Oberhavel (OGA) Der Wald liegt in Oberhavel oft direkt vor der Haustür. Er ist damit das Naherholungsgebiet Nummer eins in der Region. Gleichzeitig ist Wald der wichtigste Sauerstoffproduzent der Erde und einziger wirksamer Kohlendioxid-Killer. Und Oberhavel hat Glück, hier gibt es viel Wald - mehr als im Landesdurchschnitt.

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© OGA/Oliver Schwers

Dabei gehört Brandenburg schon zu den Gebieten, die beim Wald ganz vorn liegen. Mit einer Fläche von 2 965 436 Hektar (Stand 31. Dezember 2015) ist Brandenburg nicht nur das fünftgrößte deutsche Bundesland, sondern auch eines der waldreichsten.

Zum heutigen "Tag des Waldes", der seit 1970 immer am 21. März ist, hat das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg einige Zahlen zum Wald vorgelegt. Demnach sind im Land mit 35,5 Prozent mehr als ein Drittel der Fläche als Wald ausgewiesen. Oberhavels Anteil ist größer, er liegt bei 40,1 Prozent.

Noch größere Waldanteile auf Länderebene haben Rheinland-Pfalz mit 42,3 Prozent, gefolgt von Hessen mit 40,2 Prozent, Baden-Württemberg mit 38,3 Prozent und Bayern mit 36,5 Prozent. Dagegen ist Schleswig-Holsteins Landesfläche nur zu gut einem Zehntel bewaldet.

Oberhavel liegt im Mittelfeld der waldreichen Landkreise Brandenburgs. Ganz vorn beim Kreis-Ranking stehen aber die Kreise Oder-Spree mit 48,1 Prozent seiner Gesamtfläche, gefolgt von Barnim (45,8 Prozent), Dahme-Spreewald (45,3 Prozent) und Spree-Neiße (45,2 Prozent). Oberhavel landet immerhin auf Platz sieben, knapp hinter Teltow-Fläming (41,3 Prozent) und Potsdam-Mittelmark (40,8 Prozent).

Oberhavel hatte Ende 2015 nach Angaben des Statistikamts eine Waldfläche von 72 477 Hektar. Doch der Wald schrumpft. Laut Kreisentwicklungskonzeption von 2012 besaß Oberhavel noch 75 975 Hektar Wald, was einem Anteil von 42 Prozent entspricht. Innerhalb von wenigen Jahren verlor der Kreis fast 2 500 Hektar Wald.

Den größten Waldanteil der Gemeinden Brandenburgs besitzt mit 80,3 Prozent Siehdichum im Landkreis Oder-Spree. Nur 0,3 Prozent Wald und damit den geringsten Anteil hat die Gemeinde Oderaue im Oderbruch (Landkreis Märkisch-Oderland). In Oberhavel hat die Gemeinde Stechlin (68,7 Prozent) den größten und Leegebruch mit 0,6 Prozent den geringsten Waldanteil.

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