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Tanzträume im Schnee begraben

Hoch das Bein: Die Gruppe "Sternchen" des Eisenhüttenstädter Tanzvereines Fire & Flame tritt bei dem Programmpunkt "Sweet Alabama" in originellen Cowboy-Kostümen auf.
Hoch das Bein: Die Gruppe "Sternchen" des Eisenhüttenstädter Tanzvereines Fire & Flame tritt bei dem Programmpunkt "Sweet Alabama" in originellen Cowboy-Kostümen auf. © Foto: MOZ/Gerrit Freitag
Jörg Kotterba / 21.03.2017, 07:43 Uhr - Aktualisiert 21.03.2017, 14:32
Eisenhüttenstadt (MOZ) 25 mitreißende Choreografien von elf Ensembles aus Eisenhüttenstadt und der Region: Die 25. Tanzwoche im Friedrich-Wolf-Theater erlebte Sonntagabend mit "tanzART" einen weiteren Höhepunkt.

Marvin Franke (16) hatte sich diesen Sonntagabend eigentlich anders vorgestellt. Mit Zwillingsbruder Kevin trainiert er bei kuz, dem Eisenhüttenstädter Tanzensemble mit dem originellen Slogan "krativ & zeitgemäß". Doch Marvins Tanzträume wurden im Schnee begraben.

25. Tanzwoche - tanzART mit Tanzgruppen und Vereine der Stadt und Region. Fire & Flame (Sternchen) mit -Sweet Alabama-
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25. Tanzwoche - tanzART

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"35 Akteure bringen wir heute in sechs Programmteilen auf die Bühne. Marvin und Kevin sind unsere einzigen Jungs. Und nun dieses Pech...", bedauerte Ensemble-Leiterin Carolin Burkhardt. Die 31-Jährige fing mit Zehn bei Trainerin Johanna Dreesen an ("Ich verdanke ihr sehr viel"). Jetzt hat sie selbst zehn ehrenamtliche Trainer und elf Gruppen unter ihren Fittichen. Drei Profi-Choreografen stehen ihr zur Seite: Sandra Merrsch (Cottbus), Katja Geisler und Frederike Schulz (beide Berlin).

"Ich habe mir beim Snowboarden in der Steiermark das Handgelenk gebrochen, kann heute Abend nicht auftreten", meinte ein enttäuschter Marvin Franke. Seine Mutter habe ihn und seinen wenige Minuten jüngeren Bruder im vierten Lebensjahr zu kuz "geschleift", wie Marvin kurz vor dem Auftakt von "tanzART" schmunzelnd erzählte. Die Franke-Jungs haben die Entscheidung ihrer Mutter aber nie bereut. "Wir lieben vor allem Jazzdance und die Urbanen-Tanztechniken. Sie gehen vom Becken aus, gepaart mit schneller, präziser Fussarbeit", erläuterte Marvin. Die urbanen Tanzstile gehen auf die Breakdancer der 80er-Jahre in der amerikanischen Hip-Hopkultur zurück.

25 mitreißende Choreografien von elf Ensembles aus Eisenhüttenstadt und der Region waren bei "tanzART" im Friedrich-Wolf-Theater (FriWo) zu sehen. "Dieser Abend gewährt einen sehr guten Einblick in die Vielfalt der Tanzlandschaft in unserer Region", warb ein FriWo-Flyer für einen der Höhepunkte der TanzWoche. Und Theater-Chefin Regina Richter-Piehl ergänzte, "tanzART" sei "ein Festival von Tanzensembles, die über Jahre hervorragende Arbeit leisten und mit Herzblut und persönlichem Engagement bei der Sache sind. Sie nutzen hier die Chance, sich darzustellen, ihr Können zu zeigen und für weitere Mitstreiter zu werben."

Wenige Tage vor dem Finale der 25. Tanzwoche am kommenden Wochenende zog Regina Richter-Piehl eine kurze Zwischenbilanz: "Jeder der Programmpunkte wurde zu einem Besuchermagnet und bot die zu erwartende Qualität - dank der Mischung zwischen dem künstlerischen Nachwuchs und den Altmeistern des Bühnentanzes." Die Initiatoren der  TanzWoche haben in 25 Jahren "einen langen Atem bewiesen."

Zu den Ensembles, die Sonntagabend ihr Können zeigten, gehörten auch Fire & Flame aus Eisenhüttenstadt. Die "Mannschaft" um Kathrin Herzog als Künstlerische Leiterin betritt mit Showtanz, Jazzdance und Klassischem Tanz fünf der insgesamt 25 Programmpunkte. Die Premiere der TanzWoche vor 25 Jahren hat Katrin Herzog als Tänzerin erlebt.

Auch von Anfang an dabei: Harald und Simone Selle, die "Macher" von Tanzlust Jung & Alt. Vom Kindertanz bis hin zum Moderndance, Hip Hop, Showtanz, Internationale Folklore und auch Gesellschaftstanz ist bei Tanzlust Jung & Alt (fast) alles vertreten.

Fortgesetzt wird die 25. Tanzwoche an diesem Sonnabend mit "The Great Dance of Argentina" (19.30 Uhr, Theatersaal). Dahinter verbergen sich feurige Tanz- und Show-Einlagen, mitreißende Live-Musik und lateinamerikanische Emotion. Zum Premierenabend am Sonntag (17 Uhr, Theatersaal) werden alle diesjährigen Neuproduktionen der verschiedenen Tanzensembles und ihre Projekt noch einmal zu sehen sein.

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