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Mit dem Flieger mal eben nach Mailand

Hingucker: Das neue Ultraleichtflugzeug "vl3 evolution" war der Besuchermagnet am Tag der offenen Tür auf dem Flugplatz bei Pohlitz.
Hingucker: Das neue Ultraleichtflugzeug "vl3 evolution" war der Besuchermagnet am Tag der offenen Tür auf dem Flugplatz bei Pohlitz. © Foto: Jörg Hanisch
Jörg Hanisch / 21.03.2017, 07:46 Uhr
Pohlitz (MOZ) Zahlreiche Gäste hat der Tag der offenen Tür auf dem Verkehrslandeplatz Pohlitz am Sonntag angezogen. Etliche wollten aber gar nicht unbedingt fliegen, sondern einfach nur gucken.

Angekündigt war eines der schnellsten Leichtflugzeuge, die es derzeit gibt und eines mit großer Reichweite dazu: "Mit diesem noch als Luftsportgerät klassifizierten Flugzeug kannst du 2000 Kilometer fliegen. Das reicht bis nach Mailand, um zu shoppen, um nur ein Beispiel zu nennen", schwärmt Pilot Jens Brändel, der die in Tschechien produzierte Maschine bis an die 280 Stundenkilometermarke beschleunigt. Das Geräusch des einfahrenden Fahrwerkes verheißt Flugspaß vom Feinsten und den gibt es. Zur Ausstattung gehört ein vollwertiger Autopilot, der das Ultraleichtflugzeug (UL) auf Kurs und Höhe hält. Dabei lassen sich Flugwege und Luftraumstrukturen, Anflugkarten und Platzrunden, Hindernisse und viele Daten an den beiden großen Displays des Glas-Cockpits ablesen.

Schon kurz nach der Landung ist die "vl3 evolution", so die Bezeichnung dieses Ultraleichtflugzeugs, umringt von Neugierigen, die Blicke ins Cockpit erhaschen oder sich selbst dieses Flugvergnügen gönnen wollen. Fliegen lernen kann man so eine Maschine übrigens bei der ortsansässigen UL-Flugschule. "Und genau das ist das, was wir wollen: Interessierte Luftfahrtbegeisterte, die hier vielleicht ihren Weg ins Cockpit finden. Das bringt auch mehr Flugverkehr an den Platz", sagt Andreas Schmutzler, der Geschäftsführer der Betreibergesellschaft, der nicht ohne Stolz auf die gewachsene Anzahl von Flugbewegungen in Pohlitz verweisen kann.

Günter Fest aus Ziltendorf war voll des Lobes über den neuen Flieger: "Ich habe in 20 Minuten noch nie so viel gesehen. Alles war auf einmal ganz nah. Fasziniert haben mich schon die Geschwindigkeit und diese Variante des Reisens, ohne im Stau stehen zu müssen."

Bis zum Beginn des großen Regens erkundeten viele Besucher an diesem Tag ihre nähere Heimat aus der Luft, genossen den Kesselgulasch aus dem Flugplatz-Bistro, lauschten der Musik der "Spielfamilie Minimax" und übten sich schon mal als Pilot am Flugsimulator.

Rundflüge können beim Tourismusverein in der Eisenhüttenstädter Lindenallee gebucht werden. Diese sind dann spätestens am Tag der offenen Tür im April wieder möglich, aber auch zu ganz individuell vereinbarten Zeiten.

Kommentare

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max moritz 23.03.2017 - 09:13:34

Betriebsgrenzen

Es ist leider eine weitverbreitete Unsitte in der Spielzeugabteilung der Luftfahrt, mit Werten Werbung zu machen, welche so im realem Flugbetrieb nicht darstellbar sind. Das fängt bei den angegebenen Geschwindigkeiten an( die 280 km/ ist die maximal zulässige Geschwindigkeit und wird im Bahnneigungsflug erreicht), selbst mit Vollgas fliegt das Teil höchstens 250 km/h und hört bei solchen Gimmicks wie dem Autopiloten auf, deren Einbau übrugens so in Deutschland nicht zulässig ist da es sich hier eben nur um ein Schönwetter Luftsportgerät handelt. Abgesehen davon, wer meint, damit nah Mailamd zu, Einkaufen fliegen zu wollen, sollte das tunlichst allein tun und davei aufpassen, in Mailamd bicht zu viele Einkaufstüten in den Flieger zu packen

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