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Frustriert über Schieris

Noch nie war Denis Wandersee, Trainer der MBSV-Frauen, so ratlos bei einem Spiel wie am Sonntag in Wildau.
Noch nie war Denis Wandersee, Trainer der MBSV-Frauen, so ratlos bei einem Spiel wie am Sonntag in Wildau. © Foto: MZV
Martin Terstegge / 21.03.2017, 12:52 Uhr
Wildau (MOZ) Für eine negative Überraschung sorgten am Sonntag die Handballerinnen des MSBV Belzig mit ihrer 14:20-Niederlage beim Verbandsliga-Schlusslicht HSVSicherlich legten sie keine überragende "Performance" hin, doch die Umstände, die zur Niederlage führten, sorgten bei Trainer Denis Wandersee auch noch einen Tag später für viel Unmut: "Solch eine schwache Schiedsrichterleistung habe ich noch nie erlebt."

Natürlich ist es leicht nach einer verloren gegangenen Partie die Schuld bei den Unparteiischen zu suchen. Nicht wenige praktizieren diese Übungen, gehen aber zu 99 Prozent in die falsche Richtung. Doch wenn sich beide Reihen nach dem Abpfiff einig sind über unzulängliche Schiedsrichterleistungen, scheint etwas dran zu sein. Beide Trainer vermerkten entsprechende Hinweise in ihrem Bericht. Wenigstens einer der Referees wird nicht mehr die Chance erhalten eine Partie zu verpfeifen, er absolvierte aus Altersgründen sein letztes Spiel: welch ein Abgang.

In der ersten Hälfte standen die beiden Herren in Schwarz noch nicht im Mittelpunkt, trotz vieler unverständlicher Pfiffe. Trainer Wandersee sah keinen so schlechten Auftritt seiner Spielerinnen, wie sonst in der jüngeren Vergangenheit. Die Deckung stand sehr ordentlich, steigerungsbedürftig waren aber die Angriffsleistungen. Im HSV-Kasten stand eine stämmige Torfrau, die bei Würfen von den Außen nur ruhig stehen blieb. Dennoch versuchten es die Gäste immer auf die kurze Ecke, sehr zum Verdruss Wandersees. Beim Gang in die Kabine - bei 7:8-Rückstand - hielt sich sein Ärger über die schlechten Würfe, wie der über die Unparteiischen noch die Waage.

Mit dem Wiederanpfiff steigerte sich dann der Frust über die "Schieris". Die Wildauerinnen packten nun wesentlich härter zu, ohne dass diese Aktionen geahndet wurden. Bei den MBSV-Frauen gab es für die gleichen Taten Freiwurf für den HSV. Selbst disziplinierteste Mannschaften geraten bei solchen Ungleichgewichten ins Schwimmen. Frustriert mussten die Gäste zusehen, wie der Außenseiter seinen Vorsprung weiter ausbaute. Sie spürten, sie bekommen an diesem Tag keine Möglichkeit auf sportlichem Weg die Partie zu drehen. Bei den Gastgeberinnen wollte sich trotz des 20:14-Heimerfolgs keine rechte Freude einstellen, auch sie wussten, dieser Sieg kam auf irregulärem Weg zustande.

"Es gibt keinen Zweifel, wir haben nicht gut gespielt, sind vor allem im Angriff mit unseren Würfen gescheitertet. Doch wir konnten uns auch nicht wehren, die Schieris haben dies verhindert. Wildau hat im ganzen Spiel ein gelbe Karte erhalten, dabei wurde ständig in die Arme gegriffen. Ich hoffe, die pfeifen nie wieder", resümierte Trainer Wandersee.

Am Sonntag (26. März) ist der Hennickendorfer SV zu Gast in der Baurhalle. Die Randberliner sind nun neuer Tabellenletzter, hoffentlich kein schlechtes Omen für die MBSV-Frauen.

MBSV: Sara Kleetz, Lea Boskugel, Caterina Meseberg (2 Tore), Pia Schonert, Jessica Zithier, Josefine Hoffmann (5 Tore), Jasmin Melzer, Lisa Herrmann (3 Tore), Rebekka Okowiak, Melissa Chlosta (1 Tor), Janine Mattner (2 Tore), Nora Großkurth (1 Tor).

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