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Simone Weber 21.03.2017 13:31 Uhr
Red. Rathenow, redaktion-rn@brawo.de

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Eine Chronik soll entstehen

Rathenow (MOZ) "Mit dem heutigen Tag fängt unser Jubiläumsjahr an. In den letzten zehn Jahren hatten wir ein abwechslungsreiches Vereinsleben mit Ausstellungen, verschiedenen Projekten und unserem jährlichen Kunstsymposium im August", sagte Anette Mertens. "Bis zum Ende des Jubiläumsjahrs wünsche ich mir, dass wir unser bisheriges Vereinsgeschehen in einer Chronik zusammentragen."

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Mitglieder des Karl-Mertens-Kunstvereins feierten am Gründungstag das zehnjährige Bestehen.

© weber

Am 17. März, dem Geburtstag Karl Mertens' und Gründungstag des Karl-Mertens-Kunstverein Rathenow/Havelland, feierten die Vereinsmitglieder in der "Stadtgalerie" in der Berliner Straße 1, ihr zehnjähriges Vereinsbestehen. 2007 gründete die Enkelin des Bildhauers und Künstlers den Verein, mit heute mehr als 40 Mitgliedern. Dazu gehört auch die 17-jährige Schülerin Darlin. Mit der 15-jährigen Maria ist eine zweite junge Rathenowerin Mitglied der Malgruppe des Kunstvereins, die Detlef Frenkel anleitet.

Seit zwei Jahren ist Anne Preuß Vereinsmitglied. "Ich male gern Landschaften, vorwiegend in Öltechnik", erzählte die Premnitzerin. "Gerade male ich eine kleine Serie mit heimischen Singvögeln."

Zum Jubiläum gehörten auch Jörg Zietemann, als Vertreter der Stadt, und die Kooperationspartner vom Bündnis für Familie Westhavelland zu den Gratulanten. Karl Mertens (1903 bis 1988) schuf in seinem Leben mehr als 100 Kunstwerke, unter anderem Plastiken und Relieftafeln, die man noch heute vor und an einigen Gebäuden Rathenows sehen kann. So wie der "Abtragejunge" (1984) auf dem Kreisverkehr in der Berliner Straße oder der "Fackelträger" vor der heutigen Weinberg-Schule. "Als der Fackelträger damals aufgestellt wurde, war es ein kleiner Skandal", so Anette Mertens. "Grund war, dass der Junge mit der Fackel ohne Hose dargestellt wurde."

"Nach unserem Projekt mit dem Bündnis für Familie Westhavelland und dem Theater Zeitlos, der gemeinsamen Erarbeitung und Aufführung von Hänsel und Gretel als Puppentheater mit deutschen und Asylbewerberkindern im letzten Jahr beteiligen wir uns auch in diesem Jahr wieder an einem Projekt", berichtete Detlef Frenkel. "Vom 28. Juli bis zum 20. September stellt der Kunstverein über 40 Bilder im Neuen Rathaus unserer Partnerstadt Rendsburg aus."

Bereits am verkaufsoffenen Sonntag, 2. April, stellen sich neun Mitglieder des Kunstvereins zur Frühlingsgalerie wieder dem Votum der Rathenower im zum zweiten Mal stattfindenden Kunstwettbewerb.

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