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Ulrich Thiessen 22.03.2017 09:00 Uhr

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CDU verspricht mehr Züge und schnellere Verbindungen

Potsdam (MOZ) Mit deutlich mehr und schnelleren Zugverbindungen will die brandenburgische CDU bis zu 70 Prozent mehr Fahrgäste befördern. Ein entsprechendes Konzept, das von den ehemaligen Bahnmanagern Hans Leister und Detlef Woiwode erarbeitet wurde, stellte Fraktionschef Ingo Senftleben am Dienstag in Potsdam vor. In den kommenden Wochen soll es in den Landkreisen detailliert erläutert werden. Für 160 brandenburgische Bahnhöfe mit einem Einzugsbereich von 1,13 Millionen Einwohnern würde sich die Fahrzeit nach Berlin verkürzen, erklärte Senftleben am Dienstag.

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© dpa/Patrick Pleul

Als Weiterentwicklung der jetzigen Regionalbahnen und Regionalexpresslinien sieht das Konzept schnellere Regio-Express-Züge und ergänzende Vorort-Züge vor, Metropolexpress genannt, die die kleinen Bahnhöfe anfahren.

Für den Regionalexpress 1 zwischen Berlin und Frankfurt, wo jetzt halbstündlich Züge verkehren, die auf vielen Unterwegsbahnhöfen halten, würden laut Leister künftig zwei durchgehende Regio-Express-Züge pro Stunde verkehren. Da sie nur in Fürstenwalde und Erkner halten, ließe sich die Fahrzeit um fünf bis sieben Minuten verringern.

Zusätzlich ist ein Zug vorgesehen, der alle Bahnhöfe der Strecke bedient. Die Regionalbahn von Bad-Saarow soll über Fürstenwalde bis Berlin verlängert werden. Durch den Einsatz von Hybridfahrzeugen wäre dies ohne Elektrifizierung zwischen dem Kurort und Fürstenwalde möglich. Für Fürstenwalde ergäben sich somit vier Zugverbindungen pro Stunde nach Berlin.

Auf der Ostbahn nach Küstrin bliebe der Stundentakt erhalten, ab Müncheberg wird ein Halbstundentakt angestrebt, in Spitzenzeiten auch bis Seelow. Auch Werneuchen würde einen Halbstundentakt erhalten. Richtung Nordosten käme Eberswalde mit einem Regio-Express und zwei Vorortzügen praktisch auf einen 20-Minuten-Takt ins Zentrum der Bundeshauptstadt. Auch Angermünde würde von einem Zug mehr pro Stunde Richtung Berlin profitieren.

Einen Halbstundentakt gibt es auf der sogenannten Heidekrautbahn zwischen Berlin-Gesundbrunnen und Klosterfelde, jeder zweite Zug fährt weiter nach Groß Schönebeck. Für Rheinsberg bleibt es bei der zweistündlichen Anbindung. Die Strecke von Templin über Löwenberg nach Berlin würde stündlich befahren. Fürstenberg und Gransee würden mit einem Expresszug stündlich angebunden. Als einzige S-Bahnerweiterung ist die Strecke nach Velten im Konzept enthalten.

Senftleben betonte, dass mit der besseren Schienenanbindung weiter von Berlin entfernte Regionen für Pendler attraktiv werden sollen. Finanzieren ließen sich die Mehrbestellungen im Regionalverkehr, wenn Brandenburg die kompletten Zuweisungen des Bundes für den Schienenverkehr ausgibt und wie alle anderen Länder den Busverkehr aus dem eigenen Haushalt bezuschusst, so Senftleben.

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