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René Matschkowiak 30.03.2017 06:40 Uhr
Red. Frankfurt (Oder), frankfurt-red@moz.de

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Tiefbauamt flickt Straßen

Frankfurt (Oder) (MOZ) Frankfurt (Oder) Besserung für Frankfurts Straßen ist auch in diesem Jahr kaum in Sicht. Zwar führt das Tiefbauamt die Reparaturen durch, die am aller nötigsten sind. Dringende Investitionen in das Straßennetz bleiben aber aus.

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Mitgebaut: Das Land baut die B 5 aus. Die Stadt nutzt die Chance und baut einen Teil der Zufahrt zum SMC.

© René Matschkowiak

Mit dem warmen Wetter nehmen auch die Bautätigkeiten in der Oderstadt an Fahrt auf. So wurde gerade der dritte Bauabschnitt des Radwegs von Güldendorf zum Helenesee mit einer neuen Bitumendecke fertiggestellt, berichtet Henrik Waskow, Gruppenleiter Gruppe Straßenverwaltung und -unterhaltung vom Tiefbauamt. Auch der Gehweg um den Güldendorfer See wurde schon erneuert. Gerade gebaut wird ein Stück der Zufahrt zum Spitzkrug Multicenter, weil das Land die B 5 erneuert. In Markendorf soll der Apfelweg von der B 87 bis zum Sportplatz ebenfalls eine Deckschicht aus Bitumen erhalten. Im Baumschulenweg wird es ab diesem Freitag bis Sonnabend, eventuell auch bis Sonntag, zu Verkehrsbeeinträchtigungen kommen, weil die Straße mit einer Bitumendecke überzogen werden soll.

Die Baumaßnahmen hier sind sozusagen der Vorbote für den Ausbau des Weinbergwegs, der bei Feinstaubalarm auf der Leipziger Straße als Ausweichstrecke zu befahren ist. Während der Bauzeit ab 3. April ist der Baumschulenweg wiederum als Umleitung für den Weinbergweg vorgesehen. Um den Straßenlärm im Baumschulenweg durch die Absätze in den alten Betonelementen zu minimieren, kommt eine Decke aus Bitumen oben drüber. Wie lange das letztendlich hält, wollen sowohl Amtschef Frank Herrmann als auch Henrik Wasko nicht vorhersagen.

"In der Moskauer Straße hält der Bitumen schon fast 30 Jahre. Es ist aber nicht abzusehen, ob das auch im Baumschulenweg so sein wird", erklären beide. Gebaut wird im Weinbergweg insgesamt bis Dezember. Zu Beginn wird der Weinbergweg aus Richtung Leipziger Straße voll gesperrt. "Eigentlich müsste auch der Baumschulenweg grundhaft ausgebaut werden", erklärt der Tiefbauamtsleiter. Wie schon in den Vorjahren fehle allerdings das Geld. Derzeit habe das Tiefbauamt pro Straßenkilometer 50 Cent zur Verfügung. Benötigt würden etwa zwei Euro. "Der Weinbergweg ist die einzige Investition, die in diesem Jahr getätigt werden kann", sagt Frank Herrmann. Und das auch nur, weil das Land Fördermittel zur Verfügung stellt. Herrmann verweist darauf, dass er immer wieder versuche die Stadtverordneten, die den Haushalt der Stadt beschließen, auf die desaströse Lage aufmerksam zu machen. Er finde jedoch wenig Gehör.

Der vergangene Winter hat laut Herrmann zusätzlich Löcher nicht nur in die Straßen, sondern auch in die Kasse gerissen. "Wir hatten etliche Schlaglöcher, die wir mit Kaltasphalt flicken mussten", sagt Henrik Waskow. Wenig Geld macht erfinderisch und so kommt es auch, dass immer wenn jemand anderes baut, wie etwa die FWA Leitungen verlegt, das Tiefbauamt mit aufspringt um Kosten zu minimieren. Einen Teil des Gehwegs in der Kantstraße soll so in diesem Jahr erneuert werden, ebenso wie die Gehwege in der Beethoven-Straße und der Richard-Wagner-Straße. Die Sperrung der Luxemburg-Straße soll genutzt werden, um einige Stellen des Gehwegs zu erneuern, aber auch um in der Franz-Mehring-Straße einen Teil der Fahrbahndecke neu aufzubringen. Außerdem soll die Fahrbahn vom Thomas-Münzer-Hof bis zur Luxemburg-Straße erneuert werden.

"Dadurch, dass man Bauvorhaben anderer Firmen nutzt, muss man die Hälfte der eigenen Planungen über den Haufen werfen, hat aber weniger Kosten", sagt Frank Herrmann. "Wir versuchen, das wenige Geld aufzuteilen, um die schlimmsten Stellen in Frankfurt zu flicken". Insgesamt müssten 150 Kilometer Straßen in Frankfurt grundhaft ausgebaut werden, betont der Fachmann.

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