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Lisa Mahlke 30.03.2017 07:30 Uhr
Red. Bad Freienwalde, freienwalde-red@moz.de

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Risse durchziehen Asphalt

Bad Freienwalde (MOZ) Seit Montag ist die B167 zwischen Bad Freienwalde und Wriezen gesperrt. 30 Tage Gesamtbauzeit setzt der Landesbetrieb Straßenwesen an. In dieser Woche fräsen die Mitarbeiter den alten Fahrbahnbelag ab. Dies ist die erste Deckenerneuerung seit dem Bau der Straße 2002/2003.

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Entfernung des altes Fahrbahnbelags: Andreas Schiela (l.) und Dawid Kaczmarek von der Firma Fräsdienst Enrico Feind bedienen die Fräse auf der B167 zwischen Bad Freienwalde und Wriezen. Die 13 Zentimeter starken Deck- und Binderschichten werden abgetragen

© MOZ/Lisa Mahlke

Wie ein schnaubender Dinosaurier bewegte sich die große rote Maschine über die B167. Sie fräste den Fahrbahnbelag ab. Ein Laufband beförderte den pulverisierten Asphalt auf die Ladefläche eines Lkw. Sieben Mitarbeiter der Firma Fräsdienst Enrico Feind entfernten am Mittwoch den alten Fahrbahnbelag. "Dieser wird von 18 Lkw abgefahren", erklärte Polier Burkhard Krause von der Firma Oevermann, die mit dem Bau beauftragt wurde. Das Abfräsen der beiden etwa 13 Zentimeter starken Schichten wird voraussichtlich bis Ende nächster Woche dauern. Gleichzeitig beginnen dann die Asphaltarbeiten auf der 5,5 Kilometer langen Ausbaustrecke.

Die Bauarbeiten erzeugen Unverständnis der Menschen in der Region. Ein Leser empfindet es als Widerspruch, dass eine in seinen Augen glatte Straße saniert wird, während sich auf vielen anderen Holperpisten Schlaglöcher aneinander reihen. "Da wird eine Umgehungsstraße über Wochen voll gesperrt und mit Millionen schwerem Aufwand saniert, wo der mobile Laie keinerlei Veranlassung sieht", schimpfte ein Leser, zumal er "diese Strecke mit der zulässigen Höchstgeschwindigkeit bedenkenlos befahren kann". Dagegen kenne der Berufspendler Straßen, die nur verringertes Tempo zulassen, "will man nicht Schaden an Leib, Seele und Auto nehmen", heißt es weiter.

"Eine Deckenerneuerung wird nur durchgeführt, wenn die Straße sanierungsbedürftig ist", versicherte Brigitte Sterl von der Pressestelle des Landesbetriebes Straßenwesen in Hoppegarten. Es handelt sich also um "eine turnusmäßige Instandhaltungsmaßnahme". Zwar sei die Umgehungsstraße zwischenzeitlich punktuell ausgebessert worden, doch eine Deckenerneuerung findet zum ersten Mal statt.

Enrico Lemke, Bauleiter des Landesbetriebs Straßenwesen, bestätigte diese Einschätzung. Die Ortsumgehungsstrecke entstand in den Jahren 2002/2003. "Bei der Haltbarkeit der Deckschicht wird mit zwölf bis fünfzehn Jahren gerechnet", erklärt Lemke. Dann müsse sie erneuert werden, da Schnee, Salz, Tau und erneutes Gefrieren ihr zusetzen. Es gebe auf diesem Streckenabschnitt der B167 Längs- und Querrisse sowie Senken.

Enrico Lemke erläuterte, dass der Damm der Straße schwimmend gelagert sei. Das Oderbruch habe mal mehr und mal weniger Wasser, wodurch sich die Fahrbahn hebt und senkt. Die Folge seien Risse auf der Straße.

30 Tage Gesamtbauzeit seien für die Arbeiten angesetzt, abhängig von der Witterung, sagte Enrico Lemke. Zunächst solle die Kreuzung zwischen Altranft und Neureetz wieder für den Verkehr freigegeben werden. Sie ist momentan nur einspurig befahrbar, Baustellenampeln regeln den Verkehr.

Die Firma Quiram aus Müncheberg beginnt heute an dieser Kreuzung mit Pflasterarbeiten. Die Verkehrsinseln werden erneuert, indem die alten Flachborde aus Beton gegen neue aus Naturstein ausgetauscht werden. Im gesamten Baubereich befinden sich neun Brücken. Ihr Belag wird ebenfalls erneuert. Im Zuge der Baumaßnahmen werden außerdem die angrenzenden Pflasterflächen, an den jeweiligen Treppen, saniert und die Geländer gereinigt.

"Wir erledigen auch von den peripheren Aufgaben so viele wie möglich", führte Bauleiter Enrico Lemke weiter aus. So ließen sich erneute Sperrungen unmittelbar nach Abschluss der Bauarbeiten vermeiden. Vor der endgültigen Freigabe der Straße werden Markierungen auf die Fahrbahn aufgetragen und die Fugen für die Ampelschleifen geschnitten.

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