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Uwe Stiehler 31.03.2017 06:37 Uhr

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Als der Kartenabreißer noch Zylinder trug

Hoppegarten (MOZ) Es gibt Pferderennen wie den Dubai World Cup, bei denen die Sieger Preisgelder in zweistelliger Millionenhöhe gewinnen können. Auf der Rennbahn Hoppegarten wurden die Gewinner früher mit lebenden Schweinen ausgezeichnet.

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Buch Hoppegarten - Einst und jetzt

© Repro Kathrin Strahl

Das hat sich natürlich geändert. Heute wird auch dort ums Geld gespurtet. Millionen wie in Asien werden in Hoppegarten an einem Renntag zwar nicht umgesetzt. Dafür ist die Rennbahn dort vor fünf Jahren zum "Denkmal nationaler Bedeutung" ernannt worden.

Hoppegarten war vor dem Zweiten Weltkrieg die Zentrale des deutschen Pferderennsports und lebt heute noch ein bisschen vom diesem Ruhm der alten Zeit. Von ihm erzählen der ehemalige MOZ-Redakteur Hans Moritz und Kai Hildebrandt in dem Buch "Einst und Jetzt - Rennbahn Hoppegarten". Es ist der 50. Band der von der Märkischen Oderzeitung herausgegebenen Reihe, die in Kooperation mit dem Verlag für Berlin-Brandenburg entsteht. Moritz, Hildebrandt und der MOZ-Fotograf Edgar Nemschok stellen das Buch am Sonntag, beim ersten Renntag dieser Saison, auf der Rennbahn vor - ab 13.30 Uhr im ehemaligen Info-Pavillon.

Man sieht in diesem Buch nicht nur, wie die Rennbahn sich verändert hat, sondern warum sie so aussieht, wie sie heute aussieht und wie eng auf diesem Platz Triumphe und Tragödien verschwistert sind. Wie das die Zuschauer zum Beispiel am 3. Juli 1943 erlebten: Der mehrfache Champion Julius Rastenburger stürmt auf der Stute Ovation auf den zweiten Platz. Auf den letzten Metern erleidet er einen Herzschlag und fällt hinter der Ziellinie tot vom Pferd. Er liegt wie andere berühmte Jockeys und Trainer am Rande der Rennbahn begraben. Auch an diesen Ort der Stille führen die Autoren.

Und sie zeigen, dass man nach Hoppegarten schon immer nicht allein der Pferde wegen reiste, sondern um zu sehen und gesehen zu werden. Früher mischten sich dort der Kaiser und Otto von Bismarck unters Publikum. Heute lassen sich auf der Rennbahn Politiker und Schauspieler fotografieren.

Wie bei allen Büchern der Reihe "Einst und Jetzt" lebt ihr jüngster Band von der Gegenüberstellung der Fotos von damals und heute. Er erinnert an Vergessenes und macht auch ein bisschen sehnsüchtig. Kartenabreißer, die Zylinder trugen, das hatte echten Glamour.

Hans Moritz und Kai Hildebrandt: "Einst und Jetzt - Rennbahn Hoppegarten", Märkische Oderzeitung und Verlag für Berlin-Brandenburg, 95 Seiten, 16,99 Euro

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