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Steffen Kretschmer 09.04.2017 22:12 Uhr
Red. Hennigsdorf, lokales@oranienburger-generalanzeiger.de

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Hennigsdorfer C-Junioren freunden sich mit Abstieg an

Hennigsdorf (OGA) Die Bedingungen in der Tabelle sind für den FC 98 Hennigsdorf und den OFC Eintracht ähnlich, die Teams stecken im Keller der C-Junioren-Brandenburgliga fest. Bei genauerer Betrachtung wird aber deutlich, dass die Situationen beider Mannschaften grundverschieden sind, was der 7:0-Erfolg des OFC beim FC 98 beweist.

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Klar überlegen: Die Gäste aus Oranienburg (in Weiß) beherrschten das Spiel und den Gegner FC 98 Hennigsdorf nach Belieben.

© Karsten Schirmer

Hennigsdorfs Trainer Lutz Hinz ist bei der Spielanalyse etwas rat- und sprachlos. "Die Jungs können das eigentlich", sagt er. Dass es für seine Mannschaft, das Schlusslicht der Liga, gegen den Vorletzten derart deutlich wird, macht den Coach nachdenklich. "Wir haben überhaupt nicht ins Spiel gefunden, hatten keine Präsenz und vor allem keine Körpersprache gezeigt. Wir setzten nicht das um, was wir im Training geübt haben."

Der FC 98 Hennigsdorf ist in der Liga weit abgeschlagen. Null Punkte und ein Torverhältnis von 12:111 sprechen eine deutliche Sprache. Der Glaube, doch noch irgendwie den Klassenerhalt schaffen zu können, ist längst verflogen. Selbst der Wille, in der Staffel zu bleiben, existiert nicht mehr. Denn die Hennigsdorfer hätten die Chance, bei einem sportlichen Abstieg einen Antrag beim Fußball-Landesverband zu stellen, weiter in der Brandenburgliga auflaufen zu wollen. "Das wollen wir aber nicht", sagt Lutz Hinz. "Nächstes Jahr spielen wir in der Landesklasse."

Dazu wechselte der FC-Trainer gegen Oranienburg am Ende nicht nur munter durch, sondern auch Perspektivspieler ein. "Wir wollen die Jüngeren integrieren und an das Spiel auf dem Großfeld gewöhnen. Vielleicht gelingt es uns jetzt in den verbleibenden Spielen noch, ein bisschen Fußball zu spielen."

Mindestens das wollen auch die Oranienburger in der Schlussphase der Saison. Sie wittern nach dem Sieg beim FC98 und nunmehr 15 Punkten auf dem Konto nicht nur Morgenluft, sondern peilen ganz fest den Klassenerhalt an. "Wir werden alles versuchen, um drin zu bleiben", meint Deion Nassar.

Der 22-Jährige ist seit gut zwei Wochen mitverantwortlich für die Oranienburger C-Junioren. Gemeinsam mit Sven Busch bildet er das Trainer-Gespann. Wer Nassar an der Seitenlinie beobachtet, dem wird schnell klar, dass für ihn nur der Verbleib in der Brandenburgliga zählt. Er gibt lautstark Anweisungen, lobt und kritisiert. "Sven ist von uns eher der ruhige und der Taktikfuchs. Er ist quasi unser Jogi Löw. Wir verstehen uns beide super und sind voll auf einer Wellenlänge." Viel wichtiger ist für ihn jedoch, "dass es mit den Jungs einfach richtig großen Spaß macht. Die Mannschaft ist top".

Der OFC dominierte das Geschehen auf dem Platz in Hennigsdorf nach Belieben. Körperlich war das Team dem Kontrahenten aus Oberhavel in vielen Mannschaftsteilen deutlich überlegen. Oranienburger Kicker wie Said Said oder auch Sebastian Bohe und Niclas Bergmann waren mit ihrer Spielstärke und vor allem ihrem Tempo nicht vom FC 98 zu kontrollieren. "Die drei haben im vergangenen Jahr schon konstant in der Brandenburgliga gespielt. Das ist zu sehen." Was Nassar aber ebenso gefällt: "Auch unsere Kleinen wie Max Wedel oder Ole Ernst haben sich in der Zentrale überhaupt nicht versteckt. Sie haben ihre körperliche Unterlegenheit mit Willen wettgemacht."

All das macht den Oranienburger Übungsleitern große Hoffnung, dass der Verbleib in der Liga wirklich gelingen kann. An diesem Donnerstag sind die C-Junioren des OFC erneut im Einsatz. Im Achtelfinale des Landespokal-Wettbewerbes geht es zu Hansa Wittstock (18Uhr), einem Team aus der Landesklasse. Die Kreisstädter rechnen sich einiges aus. "Wir wollen unbedingt weiterkommen", meint Nassar. "Wir sehen das gleichzeitig aber auch als Test für unsere verbleibenden Spiele in der Liga."

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