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Bernau rehabilitiert Opfer der Hexenverfolgung

11.04.2017, 18:39 Uhr - Aktualisiert 12.04.2017, 17:23
Bernau (MOZ) Als erste Kommune in Brandenburg hat Bernau (Barnim) die Menschen öffentlich rehabilitiert, die im 16. und 17. Jahrhundert in der Stadt Opfer der Hexen- und Zaubererverfolgung wurden. "Die Rehabilitierung der unschuldig gequälten und hingerichteten Opfer ist ein Akt im Geiste der Erinnerung und Versöhnung", heißt es in dem Beschluss. Die Stadt sehe sich in der ethischen Verpflichtung, den gepeinigten Frauen, Männern und ihren Familien im Namen der Menschenrechte ihre Ehre zurückzugeben. Zugleich soll die Rehabilitierung ein Zeichen gegen Ausgrenzung und Diskriminierung in heutiger Zeit setzen.

Während der Hexenverfolgungen in den Jahren von 1536 bis 1658 wurden in der Stadt Bernau 25 Frauen und drei Männer wegen angeblicher Zauberei verfolgt, gequält und mitunter bei lebendigem Leibe verbrannt.

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Lea Bär 11.04.2017 - 19:45:47

Bernau hat dringendere Probleme

als die Rehabilitierung von Hexen im 16. Jahrhundert. Bernau ist damit nicht nur die erste Kommune , die sich mit diesem geistreichen Einfall eines bestimmten Stadtverordneten befasst, sondern nach meiner Meinung auch die erste Kommune, die sich damit lächerlich macht. Aber ich habe ja schon einmal gesagt, wer sich so in der Vergangenheit bewegt, hat einen gewissen Realitätsverlust. Und die Stadt hat tatsächlich nichts Dringenderes zu tun, als gehorsam diese Idee in die Tat umzusetzen. Unter Realitätsverlust verstehe ich im übrigen auch, das diese Rehabilitierung ein Zeichen gegen Diskriminierung und Ausgrenzung setzen soll. Gerade der Ideengeber und Verfasser gewisser ,, offenen Briefe ,, diskriminiert sehr vordergründig. Zur heutigen Zeit zünden Dummköpfe die Autos bestimmter Politiker an. Das ist die moderne Art der Hexenverbrennung. Aber man kann sich ja in 300 Jahren dafür entschuldigen.

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