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Linie 983 wird neu verhandelt

© Foto: Michael Benk
Frank Groneberg / 18.04.2017, 06:40 Uhr
Frankfurt (Oder) (MOZ) Die für den Nahverkehr verantwortlichen Mitarbeiter der Stadtverwaltungen der Städte Frankfurt und Slubice verhandeln seit mehr als einem halben Jahr über eine Weiterführung der grenzüberschreitenden Buslinie 983 ab Oktober dieses Jahres. Der laufende Vertrag zwischen beiden Nachbarstädten endet am 30. September. Beide Verwaltungen sind sich einig darin, dass die Busse der Stadtverkehrsgesellschaft (SVF) auch künftig über die Stadtbrücke hinweg und weiter durch Slubice fahren sollen.

Eine Verlängerung des Vertrages würde für mindestens fünf Jahre vereinbart, das Angebot aus Frankfurt lautet sogar auf acht Jahre. Eine Verdichtung des Verkehrs auf der Linie - das heißt, eine Erhöhung der Zahl der Fahrten, die mit einer Erhöhung der Kosten verbunden wäre - ist laut aktuellem Stand nicht vorgesehen. Dabei sind die Busse oft sehr voll, vor allem an den Wochenenden. "Eine Verdichtung wäre sinnvoll", sagt SVF-Geschäftsführer Christian Kuke, "und sie würde auch sicher zu einer verstärkten Nachfrage führen. Aber sie müsste auch bezahlt werden." Spitzentag 2017 ist bisher der 31. März mit 1571 Fahrgästen.

Trotz der hohen Nachfrage wird auch auf der Linie 983 ein Defizit erwirtschaftet, so wie generell im Nahverkehr. Dieses Defizit, das zu Lasten der SVF geht, muss stets von den beiden Vertragspartnern - also von Frankfurt und Slubice - ausgeglichen werden.

Genutzt wird die Linie 983 vor allem von Zugreisenden, die aus Richtung Berlin weiterfahren zum Einkaufen nach Slubice, von Studenten und von Slubicern, die zum Bahnhof und dann weiterfahren wollen nach Berlin. Fahrscheinkontrollen erfolgen nur in Frankfurt - in Polen darf die SVF aus rechtlichen Gründen nach wie vor keine Fahrgäste kontrollieren.

Die Buslinie 983 war im Dezember 2012 gestartet. Langfristiges Ziel bleibt die Schaffung einer Straßenbahnverbindung.

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