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Frühjahrsputz in vier Jugendklubs

An die Arbeit! Die Golzower Jugendklub-Koordinatorin Tanja Puttlitz (l.) war zum Start der 48-Stunden-Aktion der Berlin-Brandenburgischen Landjugend im Manschnower Jugendklub, wo unter anderem Sinan, Amira, Dennis und Nicole (v.r.) zu Besen, Wischmopp, La
An die Arbeit! Die Golzower Jugendklub-Koordinatorin Tanja Puttlitz (l.) war zum Start der 48-Stunden-Aktion der Berlin-Brandenburgischen Landjugend im Manschnower Jugendklub, wo unter anderem Sinan, Amira, Dennis und Nicole (v.r.) zu Besen, Wischmopp, La © Foto: Johann Müller
Ines Weber-Rath / 22.04.2017, 07:27 Uhr
Küstriner Vorland (MOZ) Jugendliche aus vier Kinderring-Klubs im Amt Golzow nutzen die diesjährige 48-Stunden-Aktion der Berlin-Brandenburgischen Landjugend, um in ihren Klubräumen und darum herum "klar Schiff" zu machen. In Manschnow, Gorgast, Küstrin-Kietz und Alt Tucheband wurde geputzt und gewienert.

Andrea Hartung braucht "ihre" Kids nicht lange zu bitten: Die Betreuerin des Manschnower Jugendklubs teilt Dennis, Sinan und Ron am Freitagnachmittag zunächst zum Unkrautjäten im Blumenbeet vorm Klubgebäude neben dem Bürgerhaus ein. Amira und Nicole übernehmen ohne Murren die Reinigung der Toiletten.

"Das sind tolle Kinder. Die drücken sich auch nicht vorm regelmäßigen Arbeitseinsatz am sowjetischen Ehrenmal, dessen Pflege unser Klub übernommen hat", lobt Andrea Hartung. Der Lohn dafür winkt: Für den Pflege-Obolus, den die Gemeinde den Jugendlichen für ihren Einsatz zahlt, fahren sie im Mai mit ihrer Betreuerin ins Gruselkabinett Berlin Dungeon.

Diesmal geht es um den Frühjahrsputz, die Grundreinigung der Klubräume. Klubrätin Juliana (21) geht mit gutem Beispiel voran: Zweimal im Jahr putzt sie die großen Fenster. Am Freitag geht es auch Staub und Spinnweben an Wänden, auf Regalen und Schränken an den Kragen. "Ich bin hier nicht die Putzfrau. Sauber machen müssen die Klubnutzer schon selbst", sagt Andrea Hartung kategorisch. Sie belohnt den Putzeinsatz am Freitag mit Pizza, Eistee und Co.

Das nächste Projekt haben die Manschnower Jugendlichen schon im Visier: Sie wollen eine verwilderte kommunale Fläche hinterm Gemeindearbeiterhaus nebenan in einen kleinen Klubgarten verwandeln.

Ein paar Kilometer weiter geht es am Freitag im Gorgaster Jugendklub erst etwas später mit dem Frühjahrsputz los. "Die meisten von uns sind Schichtarbeiter", erklärt Andreas Fröhlich. Der junge Mann und Familienvater hat die Schlüsselgewalt für den Klub, für den es derzeit keinen Betreuer und damit keine regulären Öffnungszeiten gibt. Das soll sich ab August ändern, kündigt Tanja Puttlitz an.

Die neue Jugendklub-Koordinatorin des Kinderrings Neuhardenberg für den Amtsbereich Golzow hatte die Anregung zur Beteiligung am 48-Stunden-Projekt gegeben. Vier der fünf Klubs machen mit. Dass der Golzower Klub außen vor geblieben ist, habe einen guten Grund, sagt Puttlitz: Dort besteht einfach kein Putzbedarf, ist alles tipp-top.

Während die Gorgaster Klubnutzer ab Freitagnachmittag zu Schrubber, Besen und Fenstertuch griffen und auch die Sitzfläche am Spielplatz vor der Tür reinigten, gehen die Jugendlichen in Küstrin-Kietz und Alt Tucheband am Sonnabend an den Frühjahrsputz-Start.

In Küstrin-Kietz reihen sich die Aktivitäten im und am Jugendklub sowie zur Reinigung der Bushaltestelle in den gesamten Dorfputz ein. Klubbetreuerin Solveig Kroll habe eine "tolle, engagierte Truppe", sagt Tanja Puttlitz. Sie unterstützt auch deshalb die Forderung der Kietzer Jugendlichen nach besseren Bedingungen für ihre Klubarbeit.

Seit dem Umzug aus der alten Schule ins Kulturhaus steht den rund 20 Kindern und Jugendlichen, die den Klub regelmäßig nutzen, nur ein Raum zur Verfügung. Den meisten Platz darin nehmen Billardtisch und Tischtennisplatte ein. Der Raum ist, wenn es im Kulturhaus Veranstaltungen gibt, nicht nutzbar, wird dann zur Garderobe umfunktioniert.

In einem Gespräch mit Ortsvorsteher Gerhard Schwagerick hätten die Jugendlichen am Donnerstag einen Alternativ-Vorschlag unterbreitet, berichtet die Klub-Koordinatorin: Zwischen Feuerwehr- und Kulturhaus gibt es ein kommunales Haus, das jetzt leer steht. Ein Vorfall vor Ostern mache vielen Klubnutzern den Umzug jetzt noch besonders erstrebenswert, so Tanja Puttlitz: Unbekannte hatten mit Softairwaffen auf die Fenster des Jugendklubs im Erdgeschoss des Kulturhauses geschossen und diese beschädigt.

In Alt Tucheband sind die Schützlinge von Klubbetreuer Frank Clemens heute ebenfalls im Frühjahrsputz-Einsatz im und am Jugendklub am Gemeindehaus.

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