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Hans Still 25.04.2017 06:52 Uhr
Red. Bernau, bernau-red@moz.de

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Ansturm auf Werneuchener Oldtimermarkt

Werneuchen (MOZ) Mehr als 2000 Besucher und 115 Händler - der Verein Motorclub Werneuchen 1906 verbucht den 28. Teile-, Tausch- und Trödelmarkt als Erfolg. "Wir sind vom Ansturm echt überrascht", konstatiert Vorstandsvorsitzender Alois Greifenberg am Sonntagnachmittag zufrieden.

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Für jeden etwas dabei: Oldtimer-Freunden geht das Herz auf.

© MOZ/Hans Still

Der Oldtimermarkt ist ein Spielplatz für Männer, die ihre Abende nicht nur auf der Couch vor dem Fernseher verbringen. Wer etwa an seiner AWO, einer RT oder einem alten Spatz schraubt, der findet zweimal im Jahr garantiert die nötigen Ersatzteile auf dem Werneuchener Oldtimermarkt. Klaus-Dieter Fuchs von den Berliner Oldtimerfreunden beispielsweise blickt auf ein arbeitsreiches Leben als Kfz-Mechaniker zurück. "Ich habe immer geschraubt, das hat sich bis heute gehalten", erzählt der Rentner, der am Stand von Roland Fubel Kupplungsscheiben für einen SR 1 zusammensucht. 15 Euro will der Britzer dafür haben, der Berliner runzelt die Stirn. "Fast ein bisschen zu viel", moniert er, gibt aber mit einem Lächeln drei Fünf-Euro-Scheine.

Einige Stände weiter wartet Frido Schöne aus Frankfurt (Oder) auf Kunden. Auf einem Pkw-Hänger steht eine alte Tornax, Baujahr 1942. Mehrfach wurde der Händler auf die Maschine angesprochen. "Ich gebe die Anfragen weiter, die Maschine gehört mir nicht." Immerhin 1000 Euro will der Besitzer für das Zweirad haben, das quasi nur aus angerostetem Blech besteht und vom Zustand "fahrbereit" mindestens einhundert Arbeitsstunden entfernt erscheint. Schöne hält den Preis für gerechtfertigt. "Oldtimer steigen im Wert, selbst wenn der Zustand derart traurig ist", kommentiert er. Selbst verkauft er aufgearbeitete Spurstangen für Oldtimer wie den F8 oder einen P 70.

Ebenfalls im Mittelpunkt des Interesses: Mopeds aus DDR-Zeiten. Ob Schwalbe, Sperber oder Star, mittlerweile müssen Interessenten für restaurierte und fahrbereite Fahrzeuge vierstellige Summen zahlen. Glücklicher Besitzer eines aufgebauten Stars im gewöhnungsbedürftigen Mintgrün ist Miguel Tack aus Seefeld. Der 20-Jährige absolviert bei einer Blumberger Kfz-Firma eine Ausbildung zum Mechatroniker. Sein Star war einst ein Scheunenfund, der ihm einhundert Euro kostete. Dann kümmerte er sich um das Gefährt, überarbeitete es komplett und würde heute mindestens 2500 Euro verlangen. Wenn es da nicht einen Haken an der Sache gäbe. "Der Star ist unverkäuflich", versichert der junge Schrauber. Noch älter, nämlich aus den Jahren 1928 und 1936, sind die ebenfalls schmuck restaurierten DKW-Modelle von Carsten Fleischfresser. Er ist Vereinsmitglied beim Motorclub Werneuchen 1906 und holte sich mit 18 Jahren sein erstes Motorrad. "Ich hatte eine 250-er, seitdem ist die Liebe geblieben", verrät er. Mit "Entdeckung der Langsamkeit" umschreibt er den Reiz alter Motorräder, dem sich nun auch seine Frau nicht länger verstellen will. "Für die DKW SB 500 muss jetzt ein Beiwagen her, ich bin gerade auf der Suche", erzählt Fleischfresser amüsiert. 26 aktive Mitglieder zählt der Verein, der zweimal im Jahr diesen sehenswerten Markt auf die Beine stellt. Am 10. September ist übrigens der Herbstmarkt angesetzt, zuvor gibt es aber noch die 24. Oldtimerfahrt am 10. Juni und die 3. Ernst-Geuder-Gedenkfahrt am 26. August.

Und auch Miguel Tack teilt einen Termin mit: Am 1. Mai wird es beim 13. Simsontreffen der Simson & IFA-Freunde Berlin-Brandenburg auf dem Gelände der Verkehrswacht in Bernau wieder voll. Ein Teilemarkt und Beschleunigungsrennen sind beispielsweise angesetzt.

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