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Strittiger Elfmeter leitet Wende im Spiel der Preussen ein

Musste vorzeitig duschen: Tobias Koepenick
Musste vorzeitig duschen: Tobias Koepenick © Foto: Ulrich Gelmroth
Ulrich Gelmroth / 02.05.2017, 05:00 Uhr
Eberswalde (MOZ) Die Eberswalder Preussen unterlagen beim neuen Tabellenvierten RSV Waltersdorf am Freitagabend deutlich mit 0:4-Toren und sind jetzt Tabellen-Zehnter. Es war ein dramatisches Spiel aus Sicht der Barnimer, die stark begannen, dann jedoch eine Stunde in Unterzahl spielen mussten. Ein aus Sicht der Gäste umstrittener Elfmeter und eine damit verbundene Gelb-Rote Karte für Linksverteidiger Tobias Koepnick bildeten den Knackpunkt in der Partie.

Dabei hatte das Spiel so gut für die Elf von Trainer Frank Rohde begonnen. Zwar gingen die Waltersdorfer forsch die Partie an, wurden aber von der kompromisslosen Gästeabwehr souverän abgeblockt. Nach zehn Minuten wurden die Eberswalder mutiger, gingen selbst auf Torejagd. Über Raif Yaman gelangte der Ball zu Chinonso Solomon Okoro (vormals Eric Mba) im Sechzehner. Doch dessen Schuss strich über die Querlatte (14.). Es war aber wie der Startschuss für die folgende Powerphase der Gäste. Wieder Okoro, doch nur Außennetz (16.). Dann schickt Steven Zimmermann mit seinem Zuspiel (21.) diesmal Yusaku Wasaki in die Spur. RSV-Keeper Marc-Philipp Zuch hält, ebenso wie kurz darauf den Schuss von Yaman ins Toreck (23.). Als Wasaki auf seinen Landsmann Hiroki Onoda ablegte, musste eigentlich die Gästeführung fallen. Doch der Innenpfosten rettete für den Keeper (26.).

Es waren genügend Chancen für Preussen-Treffer vorhanden, sie blieben allesamt ungenutzt. Schade, denn in dieser Phase hatten die Waltersdorfer nach vorn kaum was zu bieten.

Alexander Ost wurde im Strafraum der Gäste von mehreren Preussen beim Torschuss abgeblockt. In dieser Aktion ging Ost zu Boden. Schiedsrichter Eric Tegge war in der Nähe, schien die Aktion als einen Zweikampf erkannt zu haben. Doch als sein Assistent intervenierte, entschied der Schiedsrichter zum Erschrecken der Gäste auf Elfmeter und danach auf Gelb für Koepnick, der bereits verwarnt war und so mit Gelb-Rot vom Platz musste. Die doppelte Bestrafung konnte nicht mehr kompensiert werden, nachdem Niklas Goslinowski sicher den Strafstoß zum 1:0 (32.) verwandelt hatte. Trainer Rohde musste umstellen, zog Stürmer Yaman ins Mittelfeld zurück. Okoro musste jetzt allein stürmen und stand gegen die RSV-Abwehr um Emanuel Clemens vor einer fast unlösbaren Aufgabe. Bevor Eberswalde sich neu geordnet hatte, stand es bereits 2:0 (39.). Wieder war es Goslinowski, der ein Zuspiel von RSV-Verteidiger Maxim Romanovski verwertete. Die Eberswalder wurden regelrecht in ihrer Hälfte festgenagelt. Folgerichtig der dritte Treffer für Waltersdorf. Diesmal war Ricardo Franke zur Stelle (45./3:0). Die zweite Halbzeit war dann wieder ausgeglichen. Den 4:0-Endstand erzielte RSV-Einwechsler Marek Hudak.

Der Rohde-Elf fehlte in Unterzahl einfach die Kraft, noch ein besseres Ergebnis zu erzielen. Das Spiel müssen die Eberswalder möglichst schnell abhaken, denn am Freitagabend trifft die Elf von Trainer Frank Rohde im Barnim-Duell auf Union Klosterfelde (19.30 Uhr/ Westendstadion), was gleichfalls viel Spannung verspricht.

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