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Hajo Zenker 04.05.2017 19:49 Uhr

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Metropolregion Ost:"Die Firmen kennen ja auch keine Grenzen"

Altlandsberg (MOZ) Berlin und Brandenburg wirtschaftlich besser zu verzahnen, wird mit mehreren Projekten versucht. Eine noch recht neue Variante ist die sogenannte Metropolregion Ost Berlin-Brandenburg, die am Donnerstag ihren 1. Wirtschaftstag abhielt.

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Was haben der Berliner Stadtbezirk Marzahn-Hellersdorf, der Landkreis Märkisch-Oderland und die Gemeinde Ahrensfelde (Barnim) gemeinsam? Sie sehen sich als eine gemeinsame Region in Sachen Wirtschaft und Tourismus. Die trägt den durchaus anspruchsvollen Namen Metropolregion Ost Berlin-Brandenburg, hat seit Anfang vergangenen Jahres ein gemeinsames Regionalmanagement, das erste länderübergreifende übrigens, und führte am Donnerstag ihren 1. Wirtschaftstag in Altlandsberg (Märkisch-Oderland) durch. Denn, sagte Johannes Martin (CDU), Bezirksstadtrat für Wirtschaft in Marzahn-Hellersdorf, es sei wichtig, "über Verwaltungsgrenzen hinweg Projekte anzugehen". Schließlich, betonte Rainer Schinkel (SPD), Beigeordneter für Wirtschaft des Landkreises Märkisch-Oderland, "kennen die Firmen ja keine Grenzen".

Der Landkreis habe immerhin 28 000 Bewohner, die zur Arbeit auspendelten, gleichzeitig hätten 8000 Berliner ihren Job in Märkisch-Oderland. Und auch Brandenburgs Wirtschaftsminister Albrecht Gerber (SPD) befand, dass sich "wirtschaftliche Verflechtung nicht an Verwaltungseinheiten orientiert". Weshalb er Unternehmen, Politik und Verwaltung zurief: "Bleiben Sie dran bei der länderübergreifenden Zusammenarbeit!"

Ein Beispiel dafür ist die Gesundheitswirtschaft. Die ist laut Johannes Martin der größte Arbeitgeber in Marzahn-Hellersdorf und lege ein rasantes Wachstum vor. Laut Tobias Neisecke von der Wirtschaftsförderung Brandenburg gibt es allein 130 Kliniken in beiden Bundesländern, darunter in der Metropolregion Ost etwa das Unfallkrankenhaus Berlin und das Krankenhaus Rüdersdorf. Und Minister Albrecht Gerber verwies auf 370 000 Beschäftigte in der Gesundheitswirtschaft von Berlin-Brandenburg. Eine Erfolgsgeschichte also.

Etwas Wasser in den Wein schütteten allerdings Praktiker: Birgit Dürsch, Geschäftsführerin der PepComm GmbH aus Hönow, die sich mit chronischen Wunden beschäftigt, lobte zwar das Know-how in der Region und auch die Wirtschaftsförderung, die dafür fließe. Allerdings kämen die Ergebnisse noch zu selten beim normalen Patienten an. Gerade in der viel beschworenen Digitalisierung gebe es "noch viel Luft nach oben". Ganz ähnlich sah das Michael Scherf, Vorstandschef der Getemed Medizin- und Informationstechnik AG aus Teltow. Die Firma sitzt zwar nicht in der Metropolregion Ost, ist aber stark in der Telemedizin aktiv, die auch hier Versorgungsengpässe bekämpfen helfen soll. In Berlin-Brandenburg herrsche "ein innovationsfreundliches Klima", die Ergebnisse aber in die Realität zu überführen sei schwer: "Das gibt es eine große Diskrepanz." Seine Firma sei so im Ausland viel erfolgreicher als hierzulande. Und weil das so ist, konnte Birgit Dürsch solche Veranstatungen wie den Wirtschaftstag nur empfehlen. "Vernetzung ist für uns total wichtig. Allein geht man unter."

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