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Wiebke Wollek 11.05.2017 22:00 Uhr
Red. Hennigsdorf, lokales@oranienburger-generalanzeiger.de

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Heißer Draht zum Veltener Rathaus

Velten (MOZ) Mit der Aufnahme ins Förderprogramm Aktive Stadtzentren sind für Velten gute Zeiten angebrochen. Unterstützung bekommt die Stadt neuerdings von einem Citymanager. Tobias Woskowski hat das Ziel, dass Velten in einigen Jahren hübscher und belebter ist.

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Neuer Einsatzort: Eine der Aufgaben von Citymanager Tobias Woskowski ist es, Einzelhandel und Gewerbe in der Innenstadt zu stärken und verschiedene Akteure miteinander ins Gespräch zu bringen.Foto: Wiebke Wollek

© Wiebke Wollek

"Ich muss erstmal ankommen und gucken, wie diese Kleinstadt so tickt", erzählt Tobias Woskowski. Der 36-Jährige, der in Berlin wohnt, stammt selbst aus einer Kleinstadt - Lübben im Spreewald. Er hat Architektur studiert, im Laufe seiner Berufsjahre stieg sein Interesse am Städtebau. Seit gut einem Jahr arbeitet Tobias Woskowski bei der Stadtkümmerei GmbH, die sich um viele Städte "kümmert" - seit Februar dieses Jahres auch um Velten.

Im Rathaus hat er nun ein kleines Büro. Dort ist er allerdings nur donnerstags anzutreffen, sonst arbeitet er von Berlin aus. Doch der Citymanager verbringt selten den ganzen Tag im Büro. "Ich möchte nicht herumsitzen, sondern sehe mich eher als eine Art Streetworker", erklärt Tobias Woskowski. Er ist viel in Velten unterwegs, um mit den Gewerbetreibenden, aber auch Dienstleistern, Schulen, Vereinen und Kitas ins Gespräch zu kommen. Jeden ersten Mittwoch im Monat steht Tobias Woskowski zusätzlich an einem Infostand auf dem Marktplatz Rede und Antwort. Er hat ein offenes Ohr für Vorschläge und freut sich darauf, viele Veltener kennenzulernen und zu erfahren, was sie sich für ihren Ort wünschen.

"Im Fokus meiner Arbeit sehe ich den Einzelhandel, aber auch die Leute, die dort einkaufen und die Stadt beleben." Wie viele andere Städte und Gemeinden kämpft Velten mit Leerstand von Gewerberäumen und nicht genutzten Freiflächen. Bürgermeisterin Ines Hübner (SPD) ist froh, dass Velten 2014 in das Städtebauförderprogramm Aktive Stadt- und Ortsteilzentren, kurz ASZ, aufgenommen worden ist. Bund und Land leisten finanzielle Unterstützung für das Förderprogramm, das in Velten 33 Maßnahmen umfasst. Eine davon ist das in diesem Jahr gestartete Citymanagement als Schnittstelle zwischen Verwaltung, Gewerbe und Vereinen.

"Ich bin sozusagen der heiße Draht von den Bürgern zur Verwaltung", sagt der Stadtkümmerer. Erste Gespräche haben schon stattgefunden, unter anderem mit den Stadtwerken.

Auch der Geschäftsführer der Stadtkümmerei GmbH, Thomas Helfen, hat sich bereits in Velten umgesehen. "Ich bin positiv überrascht und sehe Wachstumsperspektiven beim Gewerbe. Viele Händler sind sehr engagiert", sagt Helfen. Er hat allerdings auch mit Einwohnern gesprochen, die es genießen, dass in Velten weniger Trubel herrscht als beispielsweise in Hennigsdorf oder Oranienburg. "Das ist schwierig, hier entsteht eine Art Konflikt, denn gerade junge Familien wünschen sich eher, dass die Stadt etwas belebter ist." Thomas Helfen sieht das aber weniger als Problem, sondern eher als "Vermittlungsaufgabe" an. Genau aus diesem Grund wird den Einwohnern auch von seiten der Stadtkümmerei kein festes Konzept vorgegeben. "Wir müssen erst einmal Vertrauen zu den Menschen aufbauen", erklärt der Geschäftsführer.

Wenn Tobias Woskowski nicht in Velten ist, kümmert er sich als Quartiersmanager um das Kosmosviertel im Berliner Bezirk Treptow-Köpenick. "Dort gibt es auch eine kleine Ladenpassage und leider wenig Vernetzung zwischen den Händlern", erklärt der 36-Jährige. Er sieht also einige Parallelen, die es ihm erleichtern, seine Aufgaben in Velten anzugehen.

Tobias Woskowski, jeden Donnerstag im Rathaus, Zimmer 122, Tel.: 0176 4323415, E-Mail: Cmvelten@stadtkuemmerei.de

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