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Tilman Trebs 13.05.2017 08:52 Uhr
Red. Hennigsdorf, lokales@oranienburger-generalanzeiger.de

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HWB gestaltet Seniorenkomplex in Hennigsdorf um

Hennigsdorf (HGA) Große Investitionen kündigt die Hennigsdorfer Wohnungsbaugesellschaft (HWB) am und im Seniorenkomplex in der Rigaer Straße 30/30a an. Arztpraxen und Apotheke sollen in einen Neubau umziehen, im Mittelgebäude 22 neue Wohnungen entstehen. Die bisherigen Wohnung werden saniert. Auch eine Tagespflegeeinrichtung ist geplant.

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Blick in die Zukunft: So soll der Seniorenkomplex an der Rigaer Straße nach der Neugestaltung aussehen.

© Pötting Architekten (HGA)

"Wir brauchen mehr Wohnungen, vor allem für ältere Menschen", sagte HWB-Geschäftsführer Holger Schaffranke. Weil es in der Stadt an Bauland mangelt, setzt die städtische Gesellschaft auf Verdichtung. Die Rigaer Straße biete sich dafür gerade an. "Schon deshalb, weil dort die Nachfrage besonders groß ist. Der Komplex muss auf ein neues Niveau gebracht werden", so Schaffranke. "Unser Ziel ist, dass ältere Menschen so lange wie möglich in ihren eigenen vier Wänden leben können."

Die Seniorenwohnblöcke waren 1978 geplant und 1983 gebaut worden. 120 Wohnungen entstanden. Schon damals hatten die Planer ausschließlich älteres Publikum im Blick. Im Zwischengebäude war bis zur Wende ein großer Speise- und Gemeinschaftssaal sowie eine Poststelle. 1990 wurde der Komplex das erste Mal umgebaut. Der große Saal verschwand. In das Gebäude zogen drei Arztpraxen, eine Sozialstation und eine Apotheke. Bleiben soll künftig nur noch die Sozialstation.

Geplant ist, Apotheke und Arztpraxen in einen flachen Neubau umziehen zu lassen, der im kommenden Jahr direkt neben den Wohnhäusern an der Friedrich-Wolf-Straße entstehen wird. "Die Bedingungen für die Mediziner werden dort sehr viel besser sein, die Praxen im Stadtteil auch präsenter", sagt Architekt Jörg Pötting.

Im frei werdenden Mittelblock sollen dann 22 neue Wohnungen entstehen - und eine Tagespflegeeinrichtung für Patienten mit Demenz oder eingeschränkter Mobilität. "Dafür gibt es einen großen Bedarf in der Stadt", begründet HWB-Chef Schaffranke.

Doch nicht nur in 22 neue Wohnungen investiert die HWB. Parallel zu den Neubauten sollen auch die 120 bestehenden Wohnungen nach und nach modernisiert werden. Unter anderem sind neue barrierefreie Bäder geplant, die Wohn- und Essbereiche sollen zusammengelegt werden, um Raum für ein zusätzliches Schlafzimmer zu schaffen. Die Balkone sollen künftig stufenlos zu erreichen sein. Modernisiert werden aber nur freie Wohnungen. "Es wird keine Bauarbeiten in Wohnungen geben, in denen Menschen leben." Die HWB will die übliche Fluktuation nutzen und gegebenenfalls Mietern anbieten, ein neues Quartier zu beziehen. Einzelheiten sollen im Juli bei einer Mieterversammlung besprochen werden. Begonnen werden die Sanierungen in der Rigaer Straße 30, der Block 30a wird in einem zweiten Schritt in Angriff genommen. Die Bauarbeiten für das neue Ärztehaus beginnen im kommenden Jahr.

Im städtischen Bauausschuss wurde das Zehn-Millionen-Euro-Vorhaben am Donnerstag wohlwollend zur Kenntnis genommen. Kritisiert wurde aber, dass der Gemeinschaftsraum verschwinden soll. Schaffranke sagte im Ausschuss, dass mit der Tagespflegeeinrichtung darüber gesprochen werden soll, inwieweit deren künftiger Großraum für öffentliche Veranstaltungen im Seniorenraum genutzt werden kann. Fragen gab es auch, ob die für den Neubau zu fällenden Bäume ersetzt werden. Schaffranke: "Es wird Neuanpflanzungen auf dem Gelände geben." Außerdem soll das Dach des Neubaus begrünt werden. Für Autos entstehen 20 Parkplätze.

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