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Aileen Hohnstein 14.05.2017 23:00 Uhr
Red. Hennigsdorf, lokales@oranienburger-generalanzeiger.de

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Velten im Wandel

Velten (HGA) Mehr als zehn Millionen Euro an Fördermitteln wurden in den vergangenen 25 Jahren in Velten investiert, um Brachflächen zu beseitigen, Gebäude zu sanieren und um Straßenzüge zu erneuern. Wie sich das Stadtbild dadurch verändert hat, wurde am Sonnabend bei einem Rundgang durch die Innenstadt erläutert.

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Vorher-Nachher: Stadtbau-Kenner Uwe Schieferdecker zeigte am Sonnabend, wie Velten sich verändert hat.

© MZV

Eine kleine weiße Fliese ziert seit Anfang des Jahres die Außenfassade des Bürgerservice in Velten. Städtebauförderung, von Bund, Ländern und Gemeinden ist darauf zu lesen. Die Platte macht deutlich, dass das Gebäude durch das Programm "Städtebauliche Sanierungsmaßnahmen" neuen Glanz erhalten hat. Uwe Schieferdecker, Gebietsbeauftragter des Sanierungsgebietes der Innenstadt in Velten, hält einen eindrucksvollen Vorher-Nachher-Vergleich in den Händen: In einem Heft sind Bilder vor und nach der Sanierung abgebildet. Grau die Fassade, verwildert das Grundstück, so sah es einmal aus. Heute ist dort ein aufgeräumter Rasen, das Haus ist modern, freundliches Gelb schmückt die Wände.

Mehr als zehn Millionen Euro erhielt Velten durch die Aufnahme in das Bund-Länder-Programm seit 1991 und den Beschluss der Sanierungssatzung "Innenstadt Velten" von 1994. Weiteres Geld floss durch das Förderprogramm "Aktive Stadtzentren". Wie sich das nicht nur auf das Gebäude des heutigen Bürgerservice, sondern insgesamt auf das Aussehen der Stadt ausgewirkt hat, konnte man auf einem Rundgang durch die Innenstadt bis zum Bahnhof sehen. Anlass war der bundesweite "Tag der Städtebauförderung". Uwe Schieferdecker, der seit 2004 für Veltens Innenstadt zuständig ist, gab einen kleinen Diskurs in die Geschichte der Förderprogramme und was den Planern bei der Gestaltung des Zentrums wichtig war.

Früher, da habe Velten eine Innenstadt mit markanten Fehlern besessen, erzählte Schieferdecker. Mittlerweile habe sich die Innenstadt als Wohnstandort gemausert, die Straßen und Wege seien alle gemacht, viele Gebäude saniert, wie das Rathaus samt Vorplatz oder das Ofenmuseum. Die Arbeiten im Sanierungsgebiet sind mittlerweile so gut wie abgeschlossen. Nur das Kommunikationszentrum an der Linden-Grundschule ist noch nicht ganz fertig. Im September wird es eingeweiht, und es soll das Leben in Velten noch angenehmer gestalten. Gab es bislang mit dem Ratskeller einen kleinen, und mit der Ofen-Stadt-Halle einen großen Versammlungsraum, soll das Kommunikationszentrum künftig bis zu 120 Plätze für Veranstaltungen bieten. Auch die Bibliothek wird dort hinziehen.

Die Gestaltung des Kommunikationszentrums wird nicht von allen als gelungen empfunden, dass die jetzige Bibliothek schließen soll und die gute Verkehrsanbindung damit verlorengeht, wird kritisiert, auch dass der gelbe Klinker auf den Gehwegen an einigen Stellen ein gewisses Rutschrisiko berge, sobald es regne.

In Zukunft sollen noch weitere Kacheln an bestimmten Gebäuden angebracht werden, die durch die Fördermittel saniert werden konnten. Vier hängen bereits. Etwa 15 Platten wurden insgesamt bestellt und liegen schon bereit, Pläne werden bereits geschmiedet, wo diese angebracht werden. Die Schilder wurden extra für Velten entwickelt. Sind sie in anderen Städten zum Beispiel aus Glas, hat die Ofenstadt welche aus Keramik.

Warum diese Fliesen nun aber aus Meißen kommen mussten, wo doch Velten für seine Kachelöfen bekannt ist, blieb für einige Teilnehmer der Tour am Sonnabend ein Rätsel. Auch für Uwe Schieferdecker: "Wir haben mit viel Mühe versucht, vor Ort etwas zu finden." Die Anfragen fruchteten nicht, gab er schulterzuckend als Antwort.

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