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Aileen Hohnstein 15.05.2017 06:15 Uhr
Red. Hennigsdorf, lokales@oranienburger-generalanzeiger.de

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Spinnen- und Reptilienausstellung: Kuscheln mit der achtbeinigen Erika

Hennigsdorf (HGA) Popcornduft waberte am Sonnabend durch das Stadtklubhaus in Hennigsdorf. Was sich den Besuchern der Spinnen- und Reptilienausstellung dort bot, war aber auch großes Kino.

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Killekille: Spinne Erika war in einem früheren Leben Therapie-Tier, um Menschen von Phobien zu befreien.

© MZV

Denn sie konnten sich die gut 250 Tiere aus 100 exotischen Arten wie Brillenkaiman oder Gelber Anakonda nicht nur in Terrarien anschauen, im Schutz einer trennenden Glasscheibe. Mutige hatten die Möglichkeit, die schuppigen oder haarigen Tiere ganz aus der Nähe zu betrachten und sogar anzufassen. Das Motto der Ausstellung "Lebende Tiere hautnah und zum Anfassen" wurde Wirklichkeit - natürlich nur unter den wachsamen Augen des Tierpflegers Christian Weber.

Seit etwa zehn Jahren kümmert sich der 35-Jährige um seine tierischen Schützlinge, so lange, wie die Ausstellung schon existiert. Das Ziel der Spinnen- und Reptilienschau ist es, das Interesse für die Tiere zu wecken und bestehende Vorurteile abzubauen. "Oft höre ich von Besuchern "Ihh! Eine Spinne' oder "Schlangen sind eklig'. Wenn sie sich aber mit den Tieren auseinandersetzen, finden sie die auf einmal gar nicht mehr abstoßend", erzählte Weber.

Zum Kennenlernen oder als Mutprobe inklusive Erinnerungsfoto holte Christian Weber immer wieder Reptilien und eine Vogelspinne aus den Terrarien, damit Besucher sie einmal berühren oder sich selbst auf die Hand setzen lassen konnten. Dass es sich bei den Tieren um besondere Exemplare handelte, die nicht nach Fingern schnappten, verstand sich von selbst. "Wir haben hier nur Nachzuchten aus Deutschland. Unsere Tiere sind von klein auf an die menschliche Hand gewöhnt", erklärte Weber. Und nur die "Profis" unter den Ausstellungstieren kamen für den Kuschelkurs mit Besuchern in Frage.

Wie Leo, der Leguan, der flink auf Schultern klettern konnte und mit geschlossenen Augen die vielen Streicheleinheiten akzeptierte. Oder den Albino-Tigerpython Trick, der seinen Kopf ruhig auf Kinderhände ablegte. Schlangen sind glitschig? Dieses Gerücht konnte auf diese Weise schnell aus der Welt geräumt werden - Trick fühlte sich ganz trocken an. Etwas mehr Überwindung brauchten viele Besucher, um sich an Erika heranzutrauen. Die Vogelspinne mit ihren acht Beinen und dem haarigen Körper flößte durch ihre Erscheinung großen Respekt ein. "Das ist 'ne ganz Liebe. Die reagiert auf Handzeichen", sagte Tierpfleger Christian Weber. Denn Erika war früher eine Therapiespinne in Bayern, mit ihrer Hilfe überwanden Menschen ihre Spinnenangst. Tatsächlich blieb sie auf Kommando ruhig auf der Hand sitzen. Wie Wattetupfer fühlen sich ihre Beine auf der Haut an, beschrieb es Weber.

Die Ausstellungsbesucher gingen mit großem Interesse durch die Schau im Stadtklubhaus. "Wow, die sind cool", riefen immer wieder Kinder vor den Terrarien, in denen zum Beispiel Königsnattern lagen. "Das ist ein tolles Gefühl, einen Leguan auf der Schulter zu haben", schwärmte Jeannine Uhm, die vom Verhalten des Tieres begeistert war und später auch gern einen Leguan halten würde. Doch erst einmal ging es für die 16-Jährige weiter, es gab ja noch genug andere Tiere zu bestaunen. "Mama, kann ich jetzt eine Schlange auf den Arm nehmen?", rief sie noch und schon war sie verschwunden.

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