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Erste Kita-Olympiade in Schwedt

Bei den Staffelläufen zählen Schnelligkeit, Koordination und Teamgeist.
Bei den Staffelläufen zählen Schnelligkeit, Koordination und Teamgeist. © Foto: MOZ/Oliver Voigt
Jan-Henrik Hnida / 17.05.2017, 17:20 Uhr - Aktualisiert 18.05.2017, 16:23
Schwedt (MOZ) Urkunden und Medaillen gab es für alle. Bei der ersten Kita-Olympiade in Schwedt ging am Mittwoch keines der 200 Kinder leer aus. Doch zuvor hieß es in der Sporthalle Neue Zeit: springen, werfen, laufen! Neun Kitas übten sich in Einzel- und Teamwettkämpfen.

„Ihr seid die ersten Kita-Olympioniken in Schwedt!“, begrüßt Gerhard Bowitzki die Teilnehmer der Olympiade. „Jaaa!“. Lauter Jubel aus hunderten Kinder-Kehlen. Bowitzki, Vorstandsmitglied 
der Interessengemeinschaft Sport Schwedt (IG Sport), heizt weiter ein: „Wer sind die sportlichsten Kinder, wer stellt das sportlichste Team?“

Startschuss. Für die erste Halbzeit stehen Einzel-Wettkämpfe an. Die Kita-Kids stellen sich an sechs Stationen an. Dort messen und stoppen zehn Trainer diverser Schwedter Sportvereine Zeiten und Weiten. 20 Schüler aus der Talsand-Gesamtschule und vom Gauß-Gymnasium notieren die Ergebnisse.

Nele springt nach rechts und links. Hockwenden über eine Bank. „Ich hopse seitlich“, kommentiert die Sportlerin aus der Kita „Kinderwelt“. Mit beiden Händen an der Bank muss sie innerhalb von 10 Sekunden so viele Hockwenden wie möglich schaffen.

Die Kita-Schlange von 20 Kindern zieht weiter. Nächste Station: „Schlussweitsprung“. Die sechsjährige Nele schafft aus dem Stand 1,12 Meter. „Ich habe 82 Kilometer geschafft“, sagt ein männlicher Mitstreiter vernehmbar. Davon lässt sich Nele nicht beirren. Nächster Sprung! Auch die Gauß-Schülerin Olivia Gresinzke und der Gesamtschüler Patrick Block tragen Sport-Dress. Allerdings notieren sie heute nur die Ergebnisse. Kanu-Trainer Michael Tümmler misst und ruft sie ihnen zu. Konzentrationsarbeit.

„Wir wollen Kinder frühzeitig an Sport und Bewegung heranführen“, sagt Romy Gräfe. Scheint gelungen. Die Geschäftsführerin der Interessengemeinschaft Sport blickt zu den Werfern. Seit zehn Jahren gibt es die Kita-Olympiade in Prenzlau. Aber keine in Schwedt. „Ich habe mich mit den Prenzlauer Kollegen abgesprochen“, sagt sie. Die Einzel- und Teamkämpfe sollen den Ehrgeiz wecken. Jedoch stehe der Spaß im Vordergrund.

Spaß hat Luca – beim „Zielwerfen“: Der Sechsjährige visiert mit einem Volleyball den mittleren von drei hintereinander liegenden Reifen an. Und trifft. 
„Juchuuu!“, jubelt der Sechsjährige von der Integrations-Kita „Regenbogen“. Beim „Schlängellauf“ muss er um zehn Kegel hin und zurück laufen. Nach seitlichen Sprüngen über eines am Boden liegenden Seils hat sich Luca wirklich die Pause verdient.

Rauf auf die Tribüne und ran an die Wasserflaschen. Nach den Einzelwettbewerben füllen groß und klein ihren Flüssigkeitshaushalt wieder auf. Oder stärken sich mit Bananen. Draußen klettert das Thermometer über 20 Grad. In der Halle dürfte es schon etwas wärmer sein. Aber: Ohne Fleiß, kein Preis. Die Staffelwettbewerbe winken.

Nun sind flinke Beine gefragt. Ab jetzt heißt es: Lauft, Kinder, lauft! Mal einfach hin und zurück. Mal mit einem Softball, der wie ein Staffelstab vom nächsten Sprinter geholt und an einen dritten übergeben werden muss. Schwieriger ist das Laufen auf allen Vieren. Luca und Nele balancieren über eine Bank. Und kriechen durch einen Kasten. Der Olymp ist fast erklommen.

Alle kleinen Sportler erhielten am Ende Urkunden und Medaillen. Den ersten Platz erreicht die Kita „Kinderwelt“. Auf zwei und drei folgen „Andersen“ und „Fröbel“. Danach kommen „Weg ins Leben“, „Uckis Spatzenhaus“, integrativer Naturkindergarten, „Oderspatzen“, „Regenbogen“ und „Schnatterenten“.

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