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Gymnasien bestreiten Probleme beim Mathe-Abi

Funktionsrechnung zu schwer? An den Neuruppiner Gymnasien gibt es ebenfalls Beschwerden über die Abitur-Prüfungen in Mathematik.
Funktionsrechnung zu schwer? An den Neuruppiner Gymnasien gibt es ebenfalls Beschwerden über die Abitur-Prüfungen in Mathematik. © Foto: picture alliance / Hendrik Schmi
Daniel Dzienian / 20.05.2017, 05:00 Uhr
Neuruppin (RA) Auch in Neuruppin gibt es Schüler und Eltern, die gegen die diesjährige Mathe-Abiturprüfung aufbegehren. Dem RA sind Beschwerden an der Evangelischen Schule und am Karl-Friedrich-Schinkel-Gymnasium bekannt.

Allerdings bestreiten die Schulleitungen beider Häuser bisher, dass es Probleme gibt. Rund 6000 Schüler aus Mathematik-Leistungkursen in ganz Brandenburg klagten in den vergangenen Tagen über eine für sie nicht zu lösende Aufgabe bei der Abi-Prüfung. Der Stoff sei nicht ausreichend im Unterricht behandelt worden, hieß es. Der Fall macht derzeit Schlagzeilen. Das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport (MBJS) lässt die Berechnung - eine sogenannte natürliche Logarithmusfunktion - von Experten untersuchen. Es räumte die Möglichkeit ein, die Prüfung am 12. Juni nachzuschreiben, wenn der Stoff tatsächlich nicht behandelt wurde. Ob er Teil des Lehrplans war, wurde bei allen Schulen abgefragt.

Am Evi sollen nach RA-Informationen 14 Schüler betroffen sein. Doch das Angebot des Nachschreibens wurde bisher nicht eingeräumt. Eltern erhielten ein standardisiertes Schreiben des MBJS zugesandt. Darin hieß es, die Abfrage habe ergeben, dass der "Unterricht entsprechend dem Rahmenlehrplan" und "unter Berücksichtigung der vom MBJS herausgegeben Prüfungsschwerpunkte erfolgte". Leiterin Anke Bachmann sagte, Eltern und Schülern würden Termine angeboten "um auftretende Fragen zu beantworten". Am Schinkelgymnasium sind dieser Zeitung Fälle bekannt, bei denen sich bereits volljährige Lernende an die Leitung gewandt haben. Schulleiterin Christine Schippers teilte mit, Beschwerden von Eltern lägen bisher nicht vor.

Familien sorgen sich jetzt darum, dass durch die zu schwere Rechenaufgabe der Notendurchschnitt ihrer Sprösslinge und somit das Ergebnis der Schullaufbahn negativ beeinträchtigt. Die Betroffenen möchten derzeit anonym bleiben, weil die Eltern Nachteile befürchten. Den jungen Leuten steht noch die mündliche Prüfung bevor.

Das letzte Wort scheint in der Angelegenheit nicht gesprochen: Laut dem Staatlichen Schulamt läuft gerade "eine Erfassung zum Sachstand in den Schulen", teilte dessen Leiter Dietmar Menzel mit. "Wie viele Schüler von der Möglichkeit des Nachschreibens Gebrauch machen, ist noch nicht bekannt und wird ermittelt." (Kommentar Seite 2; Seite 4)

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