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Uwe Spranger 20.05.2017 06:45 Uhr
Red. Strausberg, strausberg-red@moz.de

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Wohnwünsche an der Wriezener

Strausberg (MOZ) Auf dem ehemaligen Areal der Polizei in der Wriezener Straße sollen nach den Intentionen der Stadt mehrgeschossige Wohnbauten entstehen. Damit diese Vorstellungen umgesetzt werden, wird ein Bebauungsplan auf den Weg gebracht. Und eine Veränderungssperre erlassen.

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Um diese Fläche geht es: Der Geltungsbereich des Bebauungsplans Wriezener Straße soll vom früheren Sitz der Polizeiinspektion (rechts) bis zu den leeren Häusern neben dem Seniorenzentrum Dietrich Bonhoeffer reichen. Die Stadt will dort straßenbegleitend m

© MOZ/Gerd Markert

Vor wenigen Wochen ist die Polizeiinspektion Märkisch-Oderland in den Neubau in der Märkischen Straße nahe Wohngebiet Hegermühle gezogen. Das Land Brandenburg will das frühere Domizil an der Wriezener Straße abgeben. Und weil der Umzug schon lange bekannt war, sind im Rathaus schon potenzielle Investoren vorstellig geworden und haben ihre Bebauungsvorschläge präsentiert.

Die wären laut Anja Krause, Leiterin der Fachgruppe Stadtplanung, zwar nach den rechtlichen Rahmenbedingungen zulässig, passten aber nicht zu den Vorstellungen der Stadtplaner. Die Planer wollen zumindest straßenbegleitend an der Wriezener "Geschosswohnungsbau" etablieren, also Ähnliches wie die derzeit hinter dem ehemaligen Klub am See entstehenden Gebäude oder die vor wenigen Jahren gegenüber vom Oberstufenzentrum von der Seelower Wohnungsbaugesellschaft errichteten Blöcke. Richtung See könne man sich auch kleinere Häuser vorstellen, erläuterte sie. Daher wolle man an diesem begehrten Standort "steuernd eingreifen". Deshalb soll nun ein Bebauungsplan aufgestellt werden.

Sein Geltungsbereich geht übrigens über das reine Polizeigelände hinaus. Er reicht von dessen Grenze mit dem Klub-am-See-Areal bis zum Bonhoeffer-Seniorenzentrum im Südwesten und Richtung Straussee bis zur Badstraße. Enthalten ist auch das Grundstück, auf dem sich früher das Frauen- und Familienzentrum befand. Der Bebauungsplan wäre jedenfalls für alle bindend, gleich mit welchem Partner letztlich zusammengearbeitet werde, hieß es. Das Land als Eigentümer der alten Polizeiliegenschaft sei über die Pläne der Stadt informiert, so Bürgermeisterin Elke Stadeler.

Stadtverordneter Bernd Sachse (Linke) hatte im Bauausschuss angeregt, dass die Stadt das Areal kaufen sollte. "Dazu sage ich jetzt nichts", entgegnete die Bürgermeisterin. Sie hatte wahrscheinlich die nächsten städtischen Investitionen im Blick, die keinen finanziellen Spielraum lassen.

Allerdings gibt es auch noch die Option, die Fläche über die Strausberger Wohnungsbaugesellschaft für die Kommune zu sichern. Geschäftsführer Mathias Wegner-Repke schloss dies auf Anfrage zumindest nicht aus. Allerdings müsse man zunächst abklären, ob sich ein Erwerb in die mittelfristigen Planungen des Unternehmens einordnen lasse. Es sei ja schließlich nicht mit dem Kauf des Geländes getan. Dort müsse ja dann auch etwas passieren. Und mit dem Neubau in der Lindenpromenade - die Bauanlaufberatung hat es bereits gegeben und die SWG rechnet in Kürze mit der Baugenehmigung - sowie den Plänen für die Ecke Hohensteiner Chaussee/Grotewohl-Ring sind bereits zwei Projekte angeschoben. Außerdem sei unklar, welche Preisvorstellungen aufgerufen werden.

Damit vorerst niemand etwas bauen kann, was den Ideen der Stadt widerspricht, wird eine Veränderungssperre erlassen. Sie gilt - Beschlussfassung durch die Stadtverordneten am 1. Juni vorausgesetzt - nach Bekanntmachung zunächst zwei Jahre und kann dann noch zweimal für je ein Jahr verlängert werden.

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