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Kerstin Unger 20.05.2017 06:45 Uhr
Red. Uckermark, schwedt-red@moz.de

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Ende des Gläserklirrens

Angermünde (MOZ) Vor fast sieben Jahren wurde das Ingenieurbüro Gast mit der Planung der grundhaften Sanierung der Oderberger Straße beauftragt. Am Donnerstag wurde sie im Beisein glücklicher Anwohner feierlich übergeben.

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Erinnerung an den Einweihungstag: Frank Dorn (l.) vom Bauamt der Stadtverwaltung verteilt nach der feierlichen Übergabe der sanierten Oderberger Straße Stücke des Einweihungsbandes an Bewohner. Peter Kegler (r.) bringt es anschließend gut sichtbar über se

© MOZ/Kerstin Unger

"Ich wohne seit 40 Jahren hier. Seitdem haben die Gläser im Schrank geklappert, wenn Autos die Straße entlang fuhren. Danke, dass die Stadt das endlich in Angriff genommen hat", strahlte Horst Langbecker aus der Oderberger Straße 28. Er lobte die Bauleute und besonders den Polier Manuel Stiebler. "Das ist ein ganz fleißiger Mensch, der muss eine Sonderprämie kriegen", meinte er. "Ja, wir gehen bei den Anwohnern sammeln", scherzte dessen Chef, Peter Mörke, von der Röwer GmbH Krackow. Ihn freute natürlich auch, dass alles gut lief. Er bedankte sich bei der Stadt, dass die Firma hier arbeiten durfte. "Wir hoffen, dass es wieder mehr Aufträge werden, auch wenn es mit der Bauzeit nicht immer hundertprozentig klappt. Aber wichtig ist, dass es mit den Anliegern gut klappt und die Straße eine hohe Qualität hat", sagt er.

Das bestätigt Frank Dorn vom Tiefbaumt der Stadtverwaltung: "Bei der Bauabnahme gab es nichts zu bemängeln."

Das strahlende Sommerwetter passte am Donnerstag zur Stimmung aller Teilnehmer der Straßenübergabe, von der Planerin Simone Schulz über den Bauleiter Martin Polom bis David Plewe von der Angermünder Elektrofirma, die für die LED-Beleuchtung zuständig war. Bürgermeister Frederik Bewer erinnerte in seiner kurzen Ansprache an das üble Pflaster, aus dem die Oderberger Straße Jahrzehnte lang bestand. Im Februar 2016 bekam die Stadt endlich den Zuwendungsbescheid für Fördermittel über 180 000 Euro. Damit konnte die Planung beginnen. Die Baumaßnahme, die insgesamt rund eine halbe Million Euro kostete, startete am 13. Juni 2016.

Im Zuge der Baumaßnahme wurden die Straße, die Regenentwässerung, Gehwege und Beleuchtung erneuert. Medienträger überprüften ihre Leitungsnetze. Gleichzeitig wurden neue Trink- und Abwasserleitungen durch den Zweckverband Zowa installiert und Hausanschlüsse ausgetauscht.

Unterbrochen wurden die Arbeiten im vergangenen Herbst durch Skelettfunde von Seuchenopfern, die hier vor Jahrhunderten auf einem Siechenplatz begraben worden waren. Die Skelette wurden von Archäologen geborgen und umgebettet.

Der Bürgermeister überbrachte den Dank der Anlieger und auch ganz persönlich der Postfrau. Er bedankte sich auch bei den Anwohnern für ihre Geduld während der Vollsperrung der Straße.

Die Bauleute hätten aber soweit es ging Rücksicht auf die Bewohner der Straße genommen, berichteten Anlieger. "Wir haben auch Rücksicht auf sie genommen, denn sie mussten ja ihre Arbeit machen", erklärte Horst Langbecker. "Danke an alle Bauleute. Das soll ich auch im Namen meiner Nachbarn sagen." Das Schlimmste seien die Kanalarbeiten gewesen. Die Schwarzdecke ging dagegen sehr schnell. Sie wurde von der Firma Eurovia aufgetragen.

Nach dem obligatorischen Zerschneiden des mit den Übergabedaten bedruckten Bandes stießen Baubeteiligte und Nutznießer gemeinsam auf das vollbrachte Projekt an.

Bis auf eine Deckensanierung in Mürow im Sommer auf einem Stück der Verbindungsstraße nach Pinnow stehen in diesem Jahr keine weiteren Straßenbauarbeiten an.

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