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Spende für Polizisten-Familien

Spendenübergabe: LOS-Landrat Rolf Lindemann, Sparkassenvorstand Veit Kalinke, Ullrich Papperitz, Vorstand des Martin-Heinze-Fonds, und Olaf Fischer, Leiter der Polizeidirektion Ost (v.l.)
Spendenübergabe: LOS-Landrat Rolf Lindemann, Sparkassenvorstand Veit Kalinke, Ullrich Papperitz, Vorstand des Martin-Heinze-Fonds, und Olaf Fischer, Leiter der Polizeidirektion Ost (v.l.) © Foto: Matschkowiak
René Matschkowiak / 20.05.2017, 06:51 Uhr - Aktualisiert 20.05.2017, 17:10
Frankfurt (Oder) (MOZ) Eine Spende in Höhe von 17500 Euro haben der Ostdeutsche Sparkassenverband und die elf Sparkassen des Landes Brandenburg dem Martin-Heinze-Fonds übergeben. Das Geld soll den Hinterbliebenen der beiden im Februar tragisch ums Leben gekommenen Polizisten zugute kommen.

"Auf einer gemeinsamen Tagung kurz nach der Gewalttat war schnell klar, dass wir gemeinsam helfen wollen", so Veit Kalinke, der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Oder-Spree bei der symbolischen Scheckübergabe in den Räumen der Polizeidirektion Ost. Mit dem Geld wollen die Sparkassen nicht nur die Kosten der Beisetzung decken und helfen, das Leid der Betroffenen zu lindern. "Wir wollen auch darauf aufmerksam machen, wie wichtig uns die verantwortungsvolle Arbeit der Polizei insgesamt ist", erklärte Veit Kalinke.

Am 28. Februar hatte ein 24-Jähriger die beiden Polizisten an einer Straßensperre bei Oegeln überfahren. Die 49 und 52 Jahre alten Beamten hatten keine Chance. Der junge Mann war auf der Flucht vor der Polizei, nachdem er zuvor seine Großmutter in Müllrose getötet hatte.

"Wir müssen überprüfen wie wir die Sicherheit der Bürger verbessern können", sagte Rolf Lindemann, Landrat des Kreises Oder-Spree, der auch Vorsitzender des Verwaltungsrates der Sparkasse ist. Als Landrat sehe er sich als Teil eines staatlichen Gefüges, dem es nicht gelungen sei, menschliches Leben zu bewahren.

Der Stiftungsrat des Martin-Heinze-Fonds, Ullrich Papperitz, nahm die Spende entgegen. "Die Spendenbereitschaft war deutschlandweit überwältigend", sagte der ehemalige Leiter des damaligen Schutzbereiches Oder-Spree/Frankfurt. Insgesamt habe es mehr als 800 Einzelspender gegeben. Auch viele Polizeireviere hätten Geld überwiesen. Das eingegangene Geld werde zwischen den beiden betroffenen Familien aufgeteilt.

Olaf Fischer, der Leiter der Polizeidirektion Ost, betonte, dass der 28. Februar für ihn und seine Kollegen immer ein besonderer Tag bleiben werde. Deswegen werde nun überlegt, die beiden Polizisten mit einem bleibenden Andenken zu ehren. Auch Ullrich Papperitz unterstützt dieses Vorhaben. "So könnte es eine Gedenktafel geben", sagte er.

Der Martin-Heinze-Fonds erinnert an den ersten Polizisten, der in Brandenburg 1995 während seines Dienstes getötet wurde. Ehemalige Kollegen haben in seinem Namen einen Stiftungsfonds gegründet, der Hinterbliebene in ähnlichen Situationen unterstützen soll.

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