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Volkmar Ernst 20.05.2017 07:04 Uhr
Red. Oranienburg, lokales@oranienburger-generalanzeiger.de

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Weite Wege zur Pferdeherde von Liebenthal

Liebenthal (OGA) Die Stadt Liebenwalde kann gleich mit zwei außergewöhnlichen Attraktionen für sich werben. In Liebenthal gibt es zum einen den Haustierpark, zum anderen die Liebenthaler Pferdeherde.

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Die Liebenthaler Pferdeherde: Zirka 100 Tiere werden das ganze Jahr über im Freien auf der Weide gehalten und leben in Familienverbänden.

© MZV

Letztere allerdings ist schwer und nur über lange Wege zu erreichen. Deshalb fordert die Linkenpolitikerin Petra Broja seit Langem eine bessere Ausschilderung, zumal beide Einrichtungen nichts miteinander zu tun haben.

Der Haustierpark mit dem angeschlossenen Wildpferdgehege, in dem die Przewalski-Urwildpferde stehen, wird von Arne Broja geleitet und bewirtschaftet. Das Anliegen des Parks ist der Erhalt und Schutz vom Aussterben bedrohter Haustierrassen.

Die Liebenthaler Pferdeherde hingegen gehört der Stadt Liebenwalde. Die hat sie dem Verein "Liebenthaler Pferdeherde" übergeben, der extra dafür gegründet wurde. Die Liebenthaler Pferde stammen aus einer Zucht, deren Vorbild das europäische Wildpferd war. Das ehemals eigenständige Liebenthal hatte die Herde gekauft, um deren Fortbestand zu sichern. Die Tiere leben in klassischen Verbänden das ganze Jahr über im Freien. Für Tierliebhaber sind sie durchaus eine Attraktion. Eingesetzt werden die Tiere zudem bei Therapien psychisch Kranker. Da die Größe des Geländes beschränkt ist, werden Jungtiere auch in regelmäßigen Abständen verkauft.

Bereits mehrmals hat die Linken-Politikerin darauf aufmerksam gemacht, dass für die Pferdeherde in der Öffentlichkeit zu wenig Werbung gemacht werde. Außerdem seien die Koppeln nur über lange Fußwege zu erreichen, was trainierte Wanderer nicht abschreckt, Familien mit Kindern oder Senioren aber schon.

Das größte Manko aus ihrer Sicht ist, dass für Ausflügler nicht klar zu erkennen ist, dass es sich tatsächlich um zwei getrennte Einrichtungen handelt.

Deshalb fordert Petra Broja vom Verein, genau hier aktiv zu werden. Ihr Vorschlag: Bereits in Liebenthal muss angezeigt werden, wie Haustierpark und Pferdeherde zu erreichen sind und dass beide miteinander nichts zu tun haben. Eine unglückliche Wahl ist aus ihrer Sicht der gewählte Treffpunkt für den Ausflug zur Pferdeherde, nämlich am Eingang zum Haustierpark. "Viele nehmen deshalb an, dass der Tierpark und die Herde zusammengehören", so die Kommunalpolitikerin. Ärger sei insofern programmiert, so Broja, wenn Besucher der Pferdeherde Tickets am Tierpark kaufen, den besichtigen und dann noch einmal zur Kasse gebeten werden, wenn sie an der Führung zur Liebenthaler Pferdeherde teilnehmen wollen.

Ein weiterer Kritikpunkt für sie ist die unzureichende Ausschilderung. "Viele der vorhandenen Schilder haben ihre besten Jahre bereits hinter sich, sie sind ausgeblichen und kaum mehr lesbar. Auch die Standsicherheit vieler Pfähle, an denen die Schilder befestigt sind, lässt zu wünschen übrig", erklärt sie. Die Wege seien zwar benutzbar, doch weder für Kinderwagen noch Seniorenrollis geeignet. Eine Zumutung aus ihrer Sicht ist die Beschreibung im Prospekt, dass die Pferdeherde auf den ausgeschilderten Wegen jeder erreichen könne, der gut zu Fuß ist. "Was heißt denn das?", fragt sie. Immerhin müssten allein auf der kleinen ausgeschilderten Runde knapp fünf Kilometer zurückgelegt werden, auf der großen sogar neun.

Wünschen würde sie sich zudem, dass ein kürzerer Weg zur Koppel der Tiere ausgewiesen wird, sodass mehr Ausflügler die Wildpferdherde besuchen.

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