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Kinder eröffnen "Schwalbencafé"

Ich habe Durst! Im neuen Kinderrestaurant der Golzower Kita "Schwalbennest" herrschen auch etwas andere Sitten als bisher. Dort entscheiden die Kinder selbst, wann sie Lust zu essen haben und gehen so selbständig wie möglich mit den Mahlzeiten um.
Ich habe Durst! Im neuen Kinderrestaurant der Golzower Kita "Schwalbennest" herrschen auch etwas andere Sitten als bisher. Dort entscheiden die Kinder selbst, wann sie Lust zu essen haben und gehen so selbständig wie möglich mit den Mahlzeiten um. © Foto: MOZ/Ulf Grieger
Ulf Grieger / 20.05.2017, 07:16 Uhr - Aktualisiert 22.05.2017, 12:38
Golzow (MOZ) Mit einem Fest haben die 78 Kita- und Hortkinder sowie die Erzieher, Eltern und Gäste das Kinderrestaurant "Schwalbencafé" eröffnet. Die Lebenshilfe Märkisch-Oderland hat rund 70 000 Euro in den Umbau der ehemalige Kita-Küche aus dem Jahre 1960 investiert.

Viele Golzower wissen es noch gut: an der Essenklappe im Flur des 1960 erbauten Kindergartens haben sie angestanden, um sich das dort noch in der Kita-Küche gekochte Essen abzuholen. Die Klappe gibt nicht mehr. Aber den Flur. Dort wurde am Freitagnachmittag gefeiert. Und zwar der gelungene Umbau der Kita-Küche in ein modernes Kinderrestaurant. Bürgermeister Frank Schütz überreichte ein großes Tablett mit Blümchen, die nun als Tischschmuck auf den für jede Altersstufe angepassten Tischchen stehen. Die Kinder hatten ein kleines Programm mit Liedern und Gedichten, passend zum Thema des Tages, aufgeführt.

Mit einem Fest haben die 78 Kita- und Hortkinder sowie die Erzieher, Eltern und Gäste das Kinderrestaurant „Schwalbencafé“ eröffnet. Die Lebenshilfe Märkisch-Oderland hat rund 70 000 Euro in den Umbau der ehemalige Kita-Küche aus dem Jahre 1960 investiert.
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Kita-Leiterin Elke Wilke bedankte sich bei den Baufirmen, die allesamt aus der Regie stammen, für die gute Arbeit. Die Betriebe von Hans-Jörg Stahnke aus Manschnow, Jörg Schenk aus Tucheband sowie Firmen aus Strausberg und Schwedt waren im Einsatz. Drei Zwischenwände wurden entfernt. Wie auf jeder Baustelle, so hatte es auch bei dieser rund 70 000 Euro großen Investition Überraschungen gegeben. So musste der aus dem Jahr 1960 stammende Essenaufzug, der der Kita noch bis zu Umbau gute Dienste geleistet hatte, komplett ausgebaut werden. Grund sind Brandschutzbestimmungen. Zu den Schwierigkeiten gehörte auch die plötzliche Insolvenz der Elektrofirma Simon Ohm aus Bad Freienwalde, für die die Firma von Olaf Schröder aus der Kurstadt einsprang.

Entstanden sind ein lebensfroher, in Grün gehaltener Essenraum für die Kinder und eine modern eingerichtete Küche, in der das von Sodexo aus Letschin gelieferte Essen ausgeteilt wird.

Die Kinder haben die Möglichkeit, in der Zeit von 11 bis 12 Uhr allein zu entscheiden, wann sie essen wollen. An Hand von kleinen Kochmützchen-Anhängern, die je Essengang vom Haken genommen werden, erkennen die Erzieherinnen im Schwalbencafé, wer schon gegessen hat und wer nicht. "Damit sollen die Partizipation, das Mitentscheiden der Kinder und ihre Selbständigkeit gefördert werden. "Wir waren zunächst auch skeptisch. Aber die Probephase lief erstaunlich gut. Zumal die zwölf Krippenkinder noch in ihrem geschützten Bereich das Essen einnehmen", so Elke Wilke.

Ein ganz wichtiger Punkt für die ohnehin fällige Erneuerung der ja nun schon 57 Jahr alten Anlagen in dem Bereich war der Umstand, dass allein wegen der Mahlzeiten viele Tische und Stühle in den Gruppenräumen stehen mussten. Außerdem roch es dort stets nach Essen.

Das alles gehört der Vergangenheit an. Elke Wilke bedankte sich speziell bei Bürgermeister Frank Schütz und Gemeindezentrumsleiterin Simone Grieger für die Möglichkeit, dass die 24 Hortkinder während der Umbauphase im Gemeindezentrum das Essen einnehmen konnten. Ein von Hort-Kindern gestaltetes großes Wandbild wird künftig daran erinnern.

Der Name "Schwalbencafé", der jetzt an der Eingangstür prangt, ging übrigens aus einem demokratischen Abstimmunsverfahren der Kindergruppen hervor. Der zweitplatzierte Vorschlag hieß "Zwitscherstübchen".

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