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Martin Risken 20.05.2017 07:46 Uhr
Red. Gransee, lokales@gransee-zeitung.de

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Herzstück gestrichen von Zehdenicker Abgeordneten

Zehdenick (GZ) Wenn schon kein extravagantes Entrée-Gebäude, dann wenigstens eine einladende Treppe, die direkt vom Haupteingang zu den Amtsstuben führt - das sah das Konzept des Architekten Peter Garkisch vor. Doch dieses Herzstück strichen die Stadtverordneten jetzt aus dem Konzept.

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Bleibt erhalten: Das Dach als Eingang zur Stadtverwaltung. Direkt dahinter wird es keine Treppe geben.

© MZV

Wenn auch mit denkbar knapper Mehrheit von einer Stimme folgte das Stadtparlament mit acht zu sieben am Donnerstagabend einem Antrag des SPD-Abgeordneten Bernd Krumbach. Er hatte unter anderem auf die unkalkulierbaren Risiken verwiesen, die mit dem Bau der Treppe verbunden sein könnten. Ein Eingriff in die Statik sei mit dem Bau der Treppe verbunden, die zudem den Haupteingang während der Bauphase für Monate lahmlege. Außerdem wies er auf die Kosten von mindestens 300 000 Euro hin. Angesichts der aus dem Ruder laufenden Ausgaben für die Sanierung der Stadtverwaltung von jetzt 2,7 Millionen Euro könne auf die Treppe am ehesten verzichtet werden.

Es sei zwar unwahrscheinlich, dass das Gebäude einstürzen wird, aber es könne zu Setzungserscheinungen kommen, was bei einem Bauvorhaben völlig normal sei, wies Fachbereichsleiter Fred Graupmann die Bedenken Krumbachs entschieden zurück. Bürgermeister Arno Dahlenburg (SPD) hatte zuvor vergeblich versucht, die Abgeordneten von der Notwendigkeit der Treppe zu überzeugen. Bislang gelangen die Besucher der Verwaltung durch einen dunklen Keller in das Gebäude. Und es gebe kaum eine andere Möglichkeit, das Eingangs-Foyer merklich aufzuhellen. Dem Rathauschef pflichtete Hartmut Leib (SPD) bei: "Der Zustand ist zurzeit mehr als abschreckend." Selbst Kämmerin Verena Eickmann hielt ein flammendes Plädoyer auf die Treppe. "Es ist ein unschöner Zustand, wenn man durch das Kellerloch in das Gebäude hineinkommt. Es die einmalige Chance, mit Fördergeldern eine offene und freundliche Gestaltung hinzubekommen", sagte sie. Am Ende halfen alle Appelle nichts. Mehr noch: Die eigentliche Beschlussvorlage zum Umbau der Stadtverwaltung wurde auf Antrag von Bernd Reinicke (Bürger für Zehdenick) zurückgestellt. Es sei nicht klar, über welche Kostenhöhe man nun entscheide. Es müsse zunächst eine Neuberechnung erfolgen, bevor über das Gesamtvorhaben abgestimmt werden kann.

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