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20.05.2017 21:00 Uhr - Aktualisiert 20.05.2017 16:38 Uhr

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3. Liga: DFB ermittelt wegen Manipulationsverdachts

Frankfurt (dpa) Spieler des VfL Osnabrück stehen nach dem Saisonende in der 3. Fußball-Liga unter Manipulationsverdacht. Wegen des Verdachts der versuchten Einflussnahme im Abstiegskampf ermittelt der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB).

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Der DFB ermittelt gegen Spieler des VfL Osnabrück.

© Arne Dedert/dpa

Der DFB hat auch eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft gestellt und die eigene Ethikkommission eingeschaltet. Dies teilte der DFB am Samstag mit, nachdem sich die zweite Mannschaft von Werder Bremen durch ein 1:0 gegen den VfR Aalen gerettet hatte. Der SC Paderborn stieg nach seinem 0:0 beim VfL Osnabrück dagegen ab.

Nach Angaben des DFB ging bei seinem Ombudsmann ein Hinweis ein, wonach Osnabrücker Spieler versucht haben sollen, Gegenleistungen von Bremer Spielern dafür zu erhalten, dass sie sich in der VfL-Partie gegen Paderborn um einen Sieg bemühen. DFB-Vizepräsident Rainer Koch habe daraufhin Ermittlungen veranlasst.

Der DFB-Kontrollausschuss informierte in Abstimmung mit den Staatsanwaltschaften in Bochum und Osnabrück am Freitag bei einem Ortstermin in Osnabrück die Vereinsführung. Zudem wurde mehrere Spieler befragt, danach empfahl der Kontrollausschuss, drei tatverdächtige Akteure nicht einzusetzen. Der Verein kam dem nach. Der VfL Osnabrück bestätigte in einer Mitteilung am Samstag die Untersuchungen.

«Wir haben uns unmittelbar bereit erklärt, alle erforderlichen Maßnahmen zur Aufklärung der im Raum stehenden Vorwürfe gegen wenige Spieler des VfL Osnabrück zu unterstützen», sagte Geschäftsführer Jürgen Wehlend am Samstag in einer Pressemitteilung des Vereins. Er ergänzte: «Da die Untersuchungen des DFB andauern, bitten wir um Verständnis dafür, uns zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht im Detail zum Stand der Untersuchungen des Kontrollausschusses äußern zu können.»

Offensichtlich gebe es einige Spieler, die den Ruf des Vereins aufs Spiel gesetzt hätten, sagte Wehlend im ARD-Interview. Namen wollte er nicht nennen, die Betroffenen seien bis zur Aufklärung suspendiert. Kapitän Christian Groß habe sich aber nichts zu schulden kommen lassen.

Osnabrück ist zum zweiten Mal von einem derartigen Vorgang betroffen. 2009 hatte der damalige VfL-Spieler Thomas Cichon eine Manipulationsabsprache sowie die Zusage von Bestechungsgeld an ihn gestanden. Bei der Zweitliga-Partie des VfL Osnabrück beim FC Augsburg (0:3) habe er nicht mit vollem Einsatz gespielt, erklärte Cichon später vor Gericht.

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