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20.05.2017 21:28 Uhr - Aktualisiert 20.05.2017 18:10 Uhr

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Kanada und Schweden bestreiten Finale bei Eishockey-WM

Köln (dpa) Deutschland-Bezwinger und Titelverteidiger Kanada steht erneut im Endspiel der Eishockey-Weltmeisterschaft und trifft dort auf Schweden. Der 26-malige Weltmeister gewann das erste Halbfinale in Köln mit 4:2 (0:0, 0:2, 4:0) gegen Rekordchampion Russland.

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Die Kanadier setzten sich im WM-Halbfinale gegen Russland durch.

© Marius Becker/dpa

Im Schlussdrittel bescherten Mark Scheifele (41. Minute), Nate MacKinnon (56.), Ryan O'Reilly (57.) und Sean Couturier (59.) Kanada vor 16 469 Zuschauern ein kaum mehr für möglich gehaltenes Comeback. Jewgeni Kusnezow (33.) und Nikita Gussew (35.) hatten den 27-maligen Weltmeister Russland in Führung geschossen. Im Finale am Sonntag (20.15 Uhr) gegen Schweden hat Kanada damit die Chance, nach Anzahl der Titel zum Rekordchampion aufzuschließen.

Die Tre Kronors besiegten am Abend den Rivalen Finnland mit 4:1 (1:1, 2:0, 1:0). Alexander Edler (2. Minute), John Klingberg (25.), Wiliam Nylander (35.) und Joakim Nordström (54.) schossen den deutschen Vorrundengegner zum ersten Mal seit dem Titel 2013 wieder in ein WM-Endspiel. Starspieler Nicklas Bäckström von den Washington Capitals glänzte mit zwei Torvolagen. Der bislang neunmalige Weltmeister spielte überlegen und konzentriert. Finnland war lange zu passiv und spielt am Sonntag gegen Russland nur um Platz drei (16.15 Uhr).

Im Fokus stand aber besonders das Gigantenduell der großen Rivalen Kanada und Russland. «Das war eines der besten Eishockeyspiele, was ich jemals gesehen habe», sagte Kanadas Coach Jon Cooper nach dem tatsächlich hochklassigen Spiel. «Das sind zwei großartige Eishockey-Nationen.» Von denen hatte Russland allerdings den besseren Start in das Prestigeduell, scheiterte im ersten Drittel aber immer wieder am guten Keeper Calvin Pickard von Colorado Avalanche.

Ein Geniestreich von Russlands Starspieler Artemi Panarin von den Chicago Blackhawks führte dann im zweiten Drittel zur Führung Russlands. Mit einem Traumpass bediente der 25-Jährige seinen völlig freistehenden NHL-Kollegen Kusnezow von den Washington Capitals, der die Scheibe nur noch ins Tor schieben musste. In Überzahl erhöhte Gussew mit seinem vierten WM-Tor kurz darauf für die immer spektakulärer kombinierenden Russen.

Ebenfalls im Powerplay kam der Titelverteidiger aber zurück ins Spiel. Scheifele von den Winnipeg Jets fälschte einen Schuss von MacKinnon entscheidend ins Tor ab. Der Starspieler der Colorado Avalanche leitete mit seinem Ausgleich fünf Minuten vor dem Ende die furiose Schlussphase ein. Ein zusätzlicher Feldspieler half Russland nach dem dritten kanadischen Tor durch den starken O'Reilly nicht mehr. Stattdessen traf Couturier zum 4:2 ins leere russische Tor.

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