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Radfest "Rund um Buckow": Auf zur Orchideentour

Anett Zimmermann / 24.05.2017, 13:43 Uhr
Buckow (MOZ) Die Tour de MOZ gehört zum Radfest "Rund um Buckow" einfach dazu. Das ist auch bei der 15. Auflage am Sonntag nicht anders. Und wieder einmal gehen die Teilnehmer der Tour de MOZ als Erste auf ihre Strecke. Start ist um 9.45 Uhr am Strandbad in Buckow.

Radfest-Mitorganisator Michael Drabinski staunt selbst ein bisschen darüber, dass es immer noch Streckenvorschläge für die Tour de MOZ in Buckow gibt, die in den vergangenen Jahren so noch nicht gefahren worden sind. Diesmal haben sich Sandro Knick und Erich Lorenzen, beide Mitarbeiter in der Verwaltung des Naturparks Märkische Schweiz in Buckow, über die Tour Gedanken gemacht. Beide werden am Sonntag auch dabei sein. Start ist um 9.45 Uhr in Höhe des Strandbades am Schermützelsee in Buckow.

Natürlich wird jeder Vorschlag vorab geprüft, das heißt, die Strecke ein oder gar mehrere Male per Rad abgefahren. Die Feldsteinpyramide in Garzau ist diesmal Höhe- und Wendepunkt zugleich. Und für Sandro Knick ein Grund, ins Schwärmen zu geraten: "Die Tour verbindet auf besondere Weise Kultur und Natur."

Immerhin werden die Teilnehmer da auch schon eine andere Besonderheit erlebt haben. So will im Naturschutzgebiet "Ruhlsdorfer Bruch" der Müncheberger Biologe Norbert Wedel auf die Radler warten. Er wird dort mit heimischen Orchideenarten vertraut machen. Eine Chance haben diese aber unter anderem nur deshalb, weil der Mensch im Ruhlsdorfer Bruch immer wieder eingreift und in Teilbereichen aus Gründen des Naturschutzes und der Landschaftspflege die Wiesennutzung aufrecht erhält. Vertragsnaturschutz heißt das entsprechende Stichwort. Dazu berichten auch Sandro Knick und Erich Lorenzen gern.

Für diejenigen, die die Tour später einmal unternehmen wollen, gibt es auf zwei Infotafeln Wissenswertes über Kalkmoore und Beweidung. Jedenfalls ist diese Stelle auch ideal geeignet, um eine Rast einzulegen. Generell wird für diese Tour Rucksackverpflegung empfohlen, zudem Sonnen- und Mückenschutz. Einkehr- und Einkaufsmöglichkeiten gibt es bis auf Einzelfälle nur in Buckow und Waldsieversdorf, wobei Ruhetage aber einkalkuliert werden müssen.

Nicht unerwähnt bleiben soll, dass es in Liebenhof neben einer Biogärtnerei auch hin und wieder Garten- und Hausschuh-Konzerte bei Scarlett O' und Jürgen Ehle gibt (www.scarlett-o.de) - teils mit anschließendem Sternegucken bei Peter Eichelkraut. Letzterer ist Naturwächter und bietet nicht nur selbst Radtouren mit Besichtigung seiner kleinen privaten Sternwarte an, sondern öffnet diese auf Voranmeldung (www.sternwarte-märkische-schweiz.net) gern zusätzlich. "Für Sonnenbeobachtungen natürlich auch tagsüber", erklärt er.

Sandro Knick macht sich unterdessen Gedanken über die ausgesuchten Wege für die Tour de MOZ. "Zum Teil sind diese ja unbefestigt", sagt er. Aber das sei so gewollt. Zudem handelt es sich um überwiegend kurze Stücke, mitunter sind diese auch am Rand im "Gänsemarsch" gut befahrbar. Und Michael Drabinski winkt ab: "Da hatten wir schon ganz andere Strecken."

Gemeint ist damit vor allem die vor sieben Jahren ausgewählte Oberbarnimer Feldsteinroute. "Jede Mühe wird belohnt", hieß damals die Überschrift, doch diesmal fällt im Vorfeld immer wieder der Name Orchideentour. Außerdem werden auch Heike und Gert Audring vom Radsportverein Werner Otto die Ausflügler wieder begleiten. Bei Bedarf kann die Strecke also verkürzt oder der Rückweg wieder auf dem R1 gewählt werden.

Dann entgeht einem jedoch der ebenfalls sehr schöne und landschaftlich reizvolle Abschnitt von Garzin über Hasenholz nach Buckow. Quer durch die Felder und später mit einer Passage durch einen schattig-kühlen Buchenwald. Wer mag, sollte für die Tour auch an Badezeug denken. Mit dem Langen See in Garzin sowie dem Weißen See liegen neben dem Buckower Schermützelsee weitere Abkühlungsmöglichkeiten direkt an der Strecke. Letzterer wird von Einheimischen kurz "Scherri" genannt.

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