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Blut aus der Apfelsine

Luzie und Darius aus der 2. Klasse mit Schwester Bianca beim Nehmen einer "Blutprobe", an einer Apfelsine.
Luzie und Darius aus der 2. Klasse mit Schwester Bianca beim Nehmen einer "Blutprobe", an einer Apfelsine. © Foto: weber
Simone Weber / 16.06.2017, 15:07 Uhr
Hohennauen/Rathenow (MOZ) "Wer will fleißige Handwerker seh'n?" - Ganz nach diesem bekannten Kinderlied beschäftigten sich die Schüler der 1./2. Klasse der Kleinen Grundschule in Hohennauen im Unterricht mit Berufsbildern. "Über den Zeitraum von sechs Wochen sollten die Schüler auch etwas über die Berufe ihrer Eltern erfahren und womit sie ihr Geld verdienen", so Klassenlehrerin Christiane Schwarz. "Im Rahmen von Unterrichtsprojekten versuchen wir auch immer dazu eine Exkursion mit den Schülern zu organisieren."

Die Mutter von Erik aus der 2. Klasse ist beim Gemeinschaftswerk Wohnen und Pflegen Nauen in Rathenow tätig. So besuchten die 24 Schüler am Dienstag zunächst den Tagestreff "An der Rathenower Stadtschleuse" des Gemeinschaftswerks in der Berliner Straße. "Mit den Menschen, die hier tagsüber bei uns betreut werden, basteln wir zur Beschäftigung immer wieder auch Holzdekoration, wie Schmetterlinge oder Holzblumen", erklärte Katrin Klaus. Am Dienstag bastelten die Schüler aus Hohennauen mit. Eine weitere Gruppe besuchte inzwischen die nahe Altstadt-Apotheke. Dort zeigte ihnen Apotheker Dr. Hans-Hermann Schultze seinen Apothekenraum mit der Einrichtung aus der Zeit des Jugendstils (Ende 19./Anfang 20. Jahrhunderts.). Künstler Detlef Frenkel begrüßte eine zweite Gruppe in der "Stadtgalerie", neben der Tagespflege. Unter Anleitung des Leiters der Malgruppe des Karl Mertens Kunstvereins malten die Kinder ihr eigenes kleines Acrylgemälde. In der Sozialstation des Gemeinschaftswerks in der Großen Milower Straße erklärten Katrin Klaus und Schwester Bianca den Schülern, welche Tätigkeiten eine Pflegerin unter anderem an den zu pflegenden Menschen durchführt. Bei jedem Kind wurden Blutdruck und Puls gemessen und das Gewicht bestimmt. Viel Spaß hatten die Schüler, als sie mit einer Spritze mit echter Nadel unter strenger Aufsicht an einer Apfelsine testen konnten, wie die Entnahme einer Blutprobe funktioniert. Danach gab es für alle Kinder Mittagessen: Spirelli mit Bolognesesoße und dazu Apfelmus.

"Ich möchte mal Automechaniker werden, wie Papa", sagte Erstklässlerin Lea. Automechaniker ist auch Melissas Vater. Ihre Mutter ist Versicherungsberaterin. Aber die Zweitklässlerin hat noch keine Vorstellung von ihrem späterem Beruf. "Ich möchte gern Maler oder Koch werden", erzählte ihr Mitschüler. "Ich koche nämlich gern zuhause mit meinen Eltern."

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