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15. "Irish Summer Folkfestival" macht erstmals in Bad Freienwalde Station / Initiator und Musiker Robbie Doyle begleitet von Landsleuten

Freilichtbühne drei Stunden von irischer Folklore erfüllt

Katrin Hartmann / 20.06.2017, 06:00 Uhr
Bad Freienwalde (MOZ) So gutes Wetter hatte Robbie Doyle nicht erwartet: strahlender Sonnenschein, blauer Himmel und Temperaturen über der 20-Grad-Celsius-Grenze. "Ich habe ein bisschen Angst, dass die Bühne zur rechten Seite abkippt", sagte der Musiker vor den voll besetzten Rängen der Bad Freienwalder Freilichtbühne. Die Bemerkung zur ungleichen Auslastung der sonnigen und schattigen Plätze quittierte das Publikum mit Lachen und Beifall. "Wir haben Gluck", sagte Robbie Doyle, der seit Jahren in Deutschland lebt und Deutsch mit einem sympathischen Akzent spricht. "Wir haben extra keinen Regen aus Irland mitgebracht." Ganz passend zum Namen der Veranstaltung, die am Sonntagnachmittag für drei Stunden die Freilichtbühne mit irischer Folklore und Tanz erfüllte.

Zum 15. "Irish Summer Folkfestival" stand Doyle begleitet von irischen und deutschen Musikern erstmals auf der Kurstädter Freilichtbühne. Eine andere Bühnenerfahrung - sonst kannte er bislang nur die Konzerthalle. Dort war er zuletzt im Februar zu Gast gewesen.

Doch dieses Mal sollte es Musik unter freiem Himmel sein. Eine gute Entscheidung des Oberbarnimer Kulturvereins, denn das Publikum zeigte seiner Begeisterung immer wieder mit Beifall und Zurufen.

Bernd Lüdtke, Musiker aus Berlin, sorgte mit Doyle für einen gebührenden Einstieg. Mit "Oh, how I missed you" - Oh, wie habe ich euch/dich vermisst, stiegen die Musiker direkt in Klänge ein, die von Sehnsucht erzählten. Natürlich bekamen die Melodien erst durch die Flöten- und Fiddelklänge ihre irische Not verliehen. Robbie Doyle hatte sich sogar ein orangefarbenes T-Shirt angezogen - ganz im Stil einer der Nationalfarben.

Mitgebracht hatte Doyle zudem Verstärkung aus seinem Heimatland. Die singenden Geschwister Muireann und Eoghan O'Neill aus der Grafschaft Waterford brachten das Publikum mit ihrem Gesang immer wieder zum Klatschen und berührten mit klaren Stimmen und Songs von Pub-Abenden.

Mit dem Geschwisterpaar hat Doyle bereits mehrmals zusammen gearbeitet. Auch weil er die irische Grafschaft Waterford gut kennt. Doyle verbrachte dort einen Teil seiner Kindheit. Der Beruf seines Vaters als Bahnhofsvorsteher brachte es mit sich, dass die Familie alle paar Jahre umzog. In Waterford erlernte er irische Tänze.

Das Tanzen überließ er an diesem Nachmittag allerdings den fünf jungen Frauen der "Festival Dance Show", die, trotz der Wärme, in Samtkleidern und Stepptanzschuhen leichtfüßig über die Bühne tänzelten.

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