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Amüsante Fragestunde im Neuenhagener Haus der Senioren mit vier Gästen

Prominente im Kreuzverhör

Klatsch-Café-Partner 2017: Hartmut Rank, Chih-Yin Huang-Niemand, Moderator Hans-Jürgen Micheel, Gabriele Niether und Matthias Scheufele (v. l.)
Klatsch-Café-Partner 2017: Hartmut Rank, Chih-Yin Huang-Niemand, Moderator Hans-Jürgen Micheel, Gabriele Niether und Matthias Scheufele (v. l.) © Foto: Irina Voigt/MOZ
Irina Voigt und Siegfried Leske / 20.06.2017, 06:00 Uhr
Neuenhagen (MOZ) Humorvoll, informativ und mit großem Unterhaltungswert präsentierte Hans-Jürgen Micheel in gewohnt-beliebter Weise vier prominente Neuenhagener und Neuenhagenerinnen und fragte sie nach Herzenslust aus.

Zwei aufmerksame Zuhörer wurden in der Runde am Sonnabend im Haus der Senioren vermisst: der Bürgermeister und der Fachbereichsleiter aus dem Rathaus. Beide hatten für ihr Fernbleiben triftige Entschuldigungen, die sie den Senioren mitteilten. Jürgen Henze war mit einer Delegation des Karnevalsvereins nach Grünwald zu einem 125-jährigen Vereinsjubiläum gereist, und Gunter Kirst war mit dem Männerchor Frohsinn in Swiebodzin.

In den zurückliegenden Jahren wurden beim Klatsch-Café, einem Höhepunkt in der Seniorenwoche, 84 prominente Neuenhagener vorgestellt. In diesem Jahr hatte der Moderatorden DDR-Nationalpreisträger Hartmut Rank, die Orchesterdirigentin Chih-Yin Huang-Niemand, die Neuenhagen-summt-Projektleiterin Gabriele Niether und Pfarrer Matthias Scheufele an seiner Seite.

Chih-Yin Huang-Niemand berichtete über ihren 10 000 Kilometer weiten Weg von ihrer Heimat Taiwan nach Neuenhagen und ihre Wünsche, auch in ihrer Heimatgemeinde zu gastieren. Die Mutter von drei Kindern hat in den Jahren schon viele Mädchen und Jungen für die Musik begeistert, so auch den achtjährige Jugend-musiziert-Preisträger Wilhelm-Artur Müller, der zum Auftakt vier Klavierstücke darbot, die begeistert beklatscht wurden.

Im gegenwärtigen Luther-Jahr passte Pfarrer Mattias Scheufele sehr gut in die Runde. Seit 2012 wirkt er in Neuenhagen. Scheufele hob besonders die Aufgeschlossenheit der Neuenhagener hervor, die er "sehr ins Herz geschlossen" habe. Für den Herbst dieses Jahres kündigte er ein Seminar an, denn für Neuenhagen und Umgebung wurde Luther um 1539 aktuell.

"Als ich zum ersten Mal von ,Neuenhagen summt' las", scherzte Micheel, "habe ich geglaubt, der Männerchor habe ein neues Programm aufgelegt." Über das tatsächliche Ziel dieser deutschlandweiten Initiative wurde Gabriele Niether ausgefragt. Sie ist eine Ur-Neuenhagenerin, deren Familie seit Generationen hier zu Hause ist und der der Gartenstadtcharakter sehr am Herzen liegt. Sie appellierte an alle Neuenhagener, auf ihren Grundstücken mehr Platz für die Natur zu schaffen. "Auch mit kleinen Schritten kann jeder was erreichen", sagte sie.

Als Höhepunkt des Vormittags präsentierte sich das Gespräch mit Hartmut Rank. Jahrzehnte war er im Umspannwerk tätig und hatte als Leiter der Abteilung "Unter Spannung" mit seinem Kollektiv den DDR-Nationalpreis II. Klasse bekommen. "Wir hatten nicht einen Unfall", hob der 76-Jährige hervor. 1999 wurde seine Abteilung abgewickelt - sie passte nicht ins neue Konzept, wie es hieß. Als Frührentner suchte er sich neue Aktionsfelder. "Die Musik stand ganz obenan", erklärte er. Seine ganze Familie, Frau, Kinder und Enkel, singt oder spielt ein Instrument. Er singt im Neuenhagener Kirchenchor und im Köpenicker Chorensemble. Und so passte es ganz ausgezeichnet, als er zum Abschluss in die Uniform des Hauptmanns von Köpenick schlüpfte und das bekannte Lied intonierte. Die Begeisterung bei den klatschenden mit mitsingenden Café-Gästen kannte keine Grenzen.

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