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Senioren-Sternfahrt bei 30 Grad Hitze

Bei der Senioren-Sternfahrt kamen am Montag 67 Rentner aus allen Teilen der Gemeinde Steinhöfel. Auch Erika Wittig, Eveline Bülow und Doris Ehseluns (alle aus Beerfelde, v.l.) ließen ihre Fahrräder von Lutz Lange und Liane Scheller codieren.
Bei der Senioren-Sternfahrt kamen am Montag 67 Rentner aus allen Teilen der Gemeinde Steinhöfel. Auch Erika Wittig, Eveline Bülow und Doris Ehseluns (alle aus Beerfelde, v.l.) ließen ihre Fahrräder von Lutz Lange und Liane Scheller codieren. © Foto: Cornelia Link-Adam
Cornelia Link-Adam / 20.06.2017, 06:30 Uhr
Neuendorf im Sande (MOZ) 67 Rentner aus allen Ortsteilen der Gemeinde Steinhöfel sind bei Temperaturen von 30 Grad Hitze am Montagnachmittag zur ersten Senioren-Sternfahrt des Jahres nach Neuendorf im Sande gekommen. Gesellig wurde unter Kastanien am Gemeindehaus gefeiert - und einige ließen gleich ihr Fahrrad codieren.

Schon seit 2005 lädt der Seniorenbeirat der Gemeinde Steinhöfel zu dieser Art von Radtour ein. "Uns sind aber auch die Senioren mit dem Auto willkommen", sagt Renate Kliems, die Vorsitzende des Seniorenbeirats. Zum einen wolle man mit der Aktion die Dörfer kennenlernen, zum anderen die Rentner zusammenführen. "Früher haben wir die Touren viermal im Jahr gemacht, jetzt gibt es sie wegen unserer vielen zusätzlichen Busfahrten nur noch dreimal pro Jahr", erklärt die Arensdorferin.

Der Auftakt für 2017 fand am Montagnachmittag in Neuendorf statt. Karin Briese zählte 67 Rentner, die es sich unter schattigen Kastanien gemütlich machten. "Vor ein paar Jahren waren es hier sogar schon 120 Senioren, aber das sind doch bei der Hitze heute erstaunlich viele", freute sich die Seniorenbeauftragte von Neuendorf. Mit dabei war auch die Bürgermeisterin Renate Wels. Im Vorfeld hatte die Feuerwehr Bierzeltgarnituren aufgestellt, zudem hatten Kuchenbäcker im Ort wieder blecheweise Kuchen gebracht. Das gefiel den Teilnehmern. Gern ließ man sich bewirten, auch Wasser und Pfirsich-Bowle wurden literweise getrunken, ehe es später heiße Wiener Würstchen gab. "Leider hat die Kita ihren Auftritt wegen der Hitze spontan abgesagt, aber dafür habe ich Verständnis", so Karin Briese.

Gut ein Viertel der 67 Senioren war tatsächlich mit dem Fahrrad angereist. Den weitesten Weg hatten dabei die Beerfelder. "Wir sind gut 40 Minuten gefahren, aber das ging durch den schattigen Wald sehr gut", erklärte Erika Wittig. Sie stand da schon beim Präventionsmobil der Polizei und ließ mit weiteren Beerfeldern von Lutz Lange und Liane Scheller ihr Fahrrad codieren, um Diebe abzuschrecken. Am Ende waren es 14 Senioren, die das kostenfreie Angebot nutzten. "Viele haben ja das schon früher erledigt", sagte Revierpolizist Lange. Nach einer Stunde war der Job getan, und beide wurden mit Dank und Applaus von den Rentnern verabschiedet. Während Willi Kammer (Heinersdorf) am Keyboard wieder für Musik sorgte, einige Senioren sogar schunkelten, schmetterte zwischendurch auch Gisela Hofmann aus Demnitz spontan ein paar Schlager durchs Mikrofon. Das kam gut an. "Ich habe ja früher auch mal in Chören gesungen, beispielsweise in Steinhöfel." Genau aus diesem Ort war auch Erich Herrmann (95) als ältester Teilnehmer der Tour dabei. Aus Steinhöfel war nur eine Teilnehmerin per Fahrrad gekommen: Hannelore Schulz (76). "Ich radele für mein Leben gern und habe nicht einmal eine halbe Stunde gebraucht", sagte die Seniorin, die an fast allen Sternfahrten bislang teilgenommen hat. Gesellig schwatzte sie noch weiter mit Rena Pflug sowie Franz und Käthe Hunka, dem per Auto angereisten Trio aus Heinersdorf.

Auch die Termine der anderen Sternfahrten 2017 stehen schon fest: Am 3. Juli ist Buchholz das Ziel (inkl. Dorfspaziergang) und am 7. August ein Öko-Bauer in Jänickendorf. Die Anreise ist wiederum per Auto und Rad möglich.

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