to_top_picture
Anmelden
Anmelden

Sonntag, 20. August 2017
ABO-ButtonePaper-ButtonKONTAKT-Button


Sie haben 8 von 10 Gratis-Artikeln gelesen.
x
Registrieren Sie sich jetzt und lesen Sie im Monat bis zu 20 Artikel kostenlos.
Jetzt kostenlos registrieren
Bereits registriert? Bitte anmelden

Viola Petersson 20.06.2017 06:39 Uhr
Red. Eberswalde, eberswalde-red@moz.de

artikel-ansicht/dg/0/

Mit Gottes Segen und 170 PS unterwegs

Eberswalde (MOZ) Er hat 170 PS unter der Haube, amtlich registriert ist er unter B-CV 990. Und er ist fortan mit dem Segen Gottes unterwegs: der neue Kleinbus für "Boxenstopp". Der Ford Transit ist die jüngste Errungenschaft des Antigewalt-Projektes an der Grundschule "Schwärzesee" im Brandenburgischen Viertel. Diverse Förderungen, unter anderem durch die Glücksspirale, machten die Neuanschaffung für knapp 50 000 Euro möglich.

artikel-ansicht/dg/0/1/1582584/
 

Zeremonie: Dekan Bernhard Kohnke segnete den neuen Kleinbus und die Gokarts des Antigewaltprojektes Boxenstopp

© MOZ/Thomas Burckhardt

Bevor Pfarrer Bernhard Kohnke den Bus sowie die Gokarts auf dem Hof der Katholischen Kirche St. Theresia vom Kinde Jesu segnete und allzeit "Gute, unfallfreie Fahrt" wünschte, stellten Teilnehmer und Sozialarbeiter das Projekt vor, berichteten von Ergebnissen. Immerhin, so ließ Stefan Schanzenbächer vom Träger, dem Caritasverband für das Erzbistum Berlin, wissen, gibt es das Projekt seit bereits 16 Jahren in Brandenburg. In Eberswalde sei er - gemeinsam mit seinem Kollegen Frank Bestritzki von der Stiftung SPI - seit zehn Jahren "unterwegs". Und zwar vor allem eben an der "Schwärzesee-Schule" und damit in einem Wohnquartier, das als sozialer Brennpunkt in der Stadt gilt. Das Projekt beruhe im Wesentlichen auf zwei Säulen, auf den Klassen- und neuerdings dem Schülerclub sowie auf einem Instrumentarium gegen Unterrichtsstörung. Jamie (10) und Selina (13) - beide Mitglied im Schülerclub und Träger des roten Trikots - erzählten, wie das konkret funktioniert. Es geht um Erziehungs- und Ordnungsmaßnahmen, ein "fünfstufiges Verfahren" - vom Aufmerksammachen auf den Regelverstoß bis hin zum Verweis, dem "Support", gewissermaßen die rote Karte. Ziel sei, klare Regeln zu definieren und Störenfrieden Grenzen aufzuzeigen, erfuhren die Gäste. Die Uni Potsdam werte das Projekt wissenschaftlich derzeit aus, ergänzte Schanzenbächer. Aus seiner praktischen Erfahrung könne er aber bereits sagen, dass die Kinder und Jugendlichen einen Kompetenzzuwachs in puncto Konfliktmanagement erfahren und dass sie dadurch weniger gewaltbereit seien.

Nach 16 Jahre laufe vonseiten des Landes Brandenburg die bisherige Förderung aus, erklärte Schanzenbächer weiter. Gleichwohl gebe es positive Signale aus Potsdam, dass eine andere, eine neue Quelle "angezapft" werden könne. Und auch die Zeichen der Stadt Eberswalde würden ihn zuversichtlich stimmen, dass "Boxenstopp" gewissermaßen in die nächste Runde gehen kann. Inzwischen sei das Projekt u. a. auch auf die Goethe-Schule ausgedehnt worden. Weshalb der neue Kleinbus gerade recht komme. Er werde für Ausflüge, für Schulungen, Weiterbildungen und Erfahrungsaustausche eingesetzt. Das alte Fahrzeug werde aber keineswegs ausrangiert. Das werde vor allem in der Flüchtlingsarbeit eingesetzt, so Schanzenbächer.

Um für die Neuanschaffung weitere Spenden und Spender zu gewinnen, hatten die Schüler im Sommer 2016 im Brandenburgischen Viertel eine Umweltaktion gestartet. Dabei haben sie das Umfeld auf Vordermann gebracht und einige Plätze im Quartier.

Artikel empfehlen

Artikel kommentieren

Seite empfehlen

Nachricht an die Redaktion

Druckversion

Artikel kommentieren   Lesezeichen setzen   Nachricht an die Redaktion   Druckversion

Regionalnavigator

Landkreiskarte Brandenburg Ostprignitz-Ruppin Potsdam-Mittelmark Brandenburg/Havel
MOZ

Ort, PLZ oder Redaktion