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Eichhorster eilen zum Sieg

Köpfe und Schläuche zusammengesteckt: Zwei Wettkämpfer des Schorfheider Feuerwehrnachwuchses koppeln beim Löschangriff nass die Schläuche zusammen. Die Jugendmannschaften starteten in gemischten Formationen. Nur die Eichhorster stellten auch zwei reine Mä
Köpfe und Schläuche zusammengesteckt: Zwei Wettkämpfer des Schorfheider Feuerwehrnachwuchses koppeln beim Löschangriff nass die Schläuche zusammen. Die Jugendmannschaften starteten in gemischten Formationen. Nur die Eichhorster stellten auch zwei reine Mä © Foto: Thomas Burckhardt
Marco Marschall / 20.06.2017, 06:45 Uhr
Lichterfelde (MOZ) Es wurde gekoppelt und gespritzt was Schläuche und Pumpe hergaben beim 14. Feuerwehrtag der Gemeinde Schorfheide. Löschangriff nass heißt die Disziplin, in der sich die Ortswehren alljährlich messen. Und auch ein Generationswechsel kündigt sich an.

An der Spitze der Feuerwehrführung gab es am Sonnabend keine Veränderung. Alter und neuer Chef ist Lothar Biederstedt. Der 60-Jährige macht den Job seit 2005. Nun hat er zwei neue Stellvertreter, die für die Verjüngung innerhalb der Truppe stehen. Jens Röper ist 39 und kommt aus Groß Schönebeck, Christian Seeger aus Finowfurt ist 31 Jahre jung. Wolfgang Malkus wurde als alter Stellvertreter verabschiedet.

Feuerwehrnachwuchs scheint in der Gemeinde auch auf dem Weg. Zahlreiche Mädchen und Jungs tummelten sich auf dem Sportplatz Lichterfelde, wo die Wettkämpfe im Löschangriff nass schon im vergangenen Jahr ausgetragen wurden. Dafür wird regelmäßig trainiert. "Jeden zweiten und vierten Freitag im Monat", berichtete der elfjährige Oscar aus Lichterfelde. Das Zusammenkuppeln der Schläuche sei anstrengend, mache aber auch Spaß, so seine Teamkollegen.

Eine reine Jungendomäne ist die Jugendfeuerwehr nicht. Auch viele Mädchen waren unter den orangenen Helmen zu entdecken. In Werbellin allerdings ist die neunjährige Emilia das einzige weibliche Mitglied. Gespannt wartete auch sie am Sonnabend auf den Einsatz im gemischten Team ihres Ortsteils. "Unter einer Minute wäre richtig gut", sagte sie über die angestrebte Zeit. 50,3 Sekunden brauchte das Team aus Werbellin am Ende, um die Schläuche zu verkuppeln und die Flasche vom Podest zu spritzen. Das bedeutete Platz 7. An die Spitze rannte und montierte sich beim diesjährigen Feuerwehrtag die Groß Schönebecker Jugend.

Schnell unterwegs waren auch die beiden Mädchenmannschaften aus Eichhorst. Bestzeit: 32,6 Sekunden. Das wurde nur von der Männermannschaft getoppt. Und auch hier waren die Eichhorster die mit Abstand schnellsten. Mit einer Spitzenzeit von 26,2 Sekunden sicherten sie sich den Sieg vor Groß Schönebeck.

Bei so vielen flinken Brandschützern dürfte die Bekämpfung von Feuern und die Rettung von Verunfallten in der Gemeinde doch eigentlich kein Problem sein. "Wir können natürlich immer noch mehr Leute gebrauchen. Doch im Gegensatz zu anderen sind wir schon ganz gut aufgestellt", sagte Gemeindewehrführer Lothar Biederstedt. "Trotzdem bleibt die Tagesbereitschaft ein Riesenproblem", fügte er einschränkend hinzu. Auch in der Gemeinde Schorfheide wird viel gependelt. Der Arbeitsplatz liegt oft zu weit vom Einsatzort entfernt. Drei Feuerwehren werden alarmiert, wenn es brenzlig wird. Nur so lässt sich eine entsprechende Gruppenstärke erreichen.

Hoffnung machen die zwei Frauen und elf Männer, die am Sonnabend vor dem Start der Wettkämpfe in den aktiven Dienst befördert wurden. Sie haben das Rüstzeug erworben, um nun bei Einsätzen mitauszurücken.

180 aktive Feuerwehrleute zählt Schorfheide zur Zeit. Um die 50 sind in den sieben Kinder- und Jugendgruppen aktiv.

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