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Gewichtheber Jon Luke Mau hebt technisch sauber und holt Bronze bei Junioren-WM

Unglaubliches wahr gemacht

Auf dem Siegerpodest: Jon Luke Mau (rechts) neben dem Chinesen Zhixiang Lin, der dreimal das Heberfeld dominierte.
Auf dem Siegerpodest: Jon Luke Mau (rechts) neben dem Chinesen Zhixiang Lin, der dreimal das Heberfeld dominierte. © Foto: Detlef Blasche
Dirk Bachmann / 20.06.2017, 07:00 Uhr - Aktualisiert 20.06.2017, 08:27
Tokio (MOZ) Gewichtheber Jon Luke Mau vom Bundesstützpunkt Frankfurt hat vollbracht, woran keiner so richtig glauben wollte. Von den Weltmeisterschaften der Junioren in Tokio kehrte er mit Bronze in seiner Paradedisziplin, dem Stoßen, zurück.

Der Schützling von Trainer Detlef Blasche ist damit nach dem Gewinn der Bronzemedaille im Stoßen bei der Junioren-EM 2016 in Eilat (Israel) in der Wertigkeit ein ganzes Stück höher eingeordnet.

Nachdem am Vortag der Frankfurter ASK-Heber Leon Schedler (-56 kg) schon mit einer top Leistung überzeugte - jeweils Platz 6 im Stoßen/Reißen, Platz 5 im Zweikampf (236 kg) -, wollte Jon Luke Mau ((TSV Schwedt/-62 kg) dem nicht nachstehen. Er begann das Reißen mit 113 kg. Diese und die nächstfolgende Bestleistung von 117 kg bewältigte er technisch sauber. Dann folgte ein Warten und Taktieren. Der 18-jährige Sportschüler musste auf 121 kg steigern, um seine Chancen zu wahren. Mit enormer Wucht schleuderte er die Last nach oben - die Hantel fiel hinten über. Dieser technische Fehler bedeutete Platz 10.

Im Stoßen lag Mau laut Meldelast von 145 kg im vorderen Drittel des Teilnehmerfeldes. Er begann mit zwei Kilo mehr, zeigte diesen Versuch und die folgenden 151 kg (pB) wie aus einem Guss. "Jetzt wurde es spannend. Vier Heber befanden sich noch in diesem Lastbereich. Wir entschlossen uns, auf 154 kg zu steigern. Nochmals neue Bestleistung für Jon Luke. Wahnsinn seine Kaltschnäuzigkeit. Ohne einen technischen Fehler wuchtete er die Last über den Kopf", beschreibt Trainer Detlef Blasche. Der Kolumbianer im Quartett schaffte dann 155 kg. Damit schienen die Medaillenträume für den Heber vom Bundesstützpunkt Frankfurt erloschen. Doch weil einer von zwei folgenden Chinesen mit seiner Anfangslast "platzte", rutschte Jon Luke Mau von Platz 4 zu Bronze.

Jubelstürme beim Athleten und Trainerteam waren nicht mehr zu stoppen."Nach 20 Jahren ohne Medaille erkämpfte der Bundesverband erstmals wieder bei einer Juniorenweltmeisterschaft ein Medaille", so Blasche stolz. Im Zweikampf wurde sein Schützling Fünfter. Mit seinen Ergebnissen verbesserte Mau zugleich die nationalen Rekorde im Junioren-Bereich seiner Gewichtsklasse.

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