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20.06.2017 09:20 Uhr

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Wirtschaft warnt vor Stillstand - Merkel und Schulz beim BDI

Berlin (dpa) Die deutsche Industrie hat angesichts der anhaltend guten Konjunktur vor Selbstzufriedenheit gewarnt. "Die gute Wirtschaftslage ist kein Freifahrtschein zum Ausruhen", sagte der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Dieter Kempf, am Dienstag in Berlin. "Unser Erfolg ergibt sich auch aus einem schwachen Eurokurs, einem moderaten Ölpreis und einer expansiven Geldpolitik der Europäischen Zentralbank." Auf dem Tag der Deutschen Industrie forderte Kempf die Politik auf, die Haushaltsüberschüsse in Bund, Ländern und Kommunen für mehr Investitionen unter anderem in die Bildung zu nutzen.

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Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und SPD Kanzlerkandidaten Martin Schulz

© dpa

Für dieses Jahr rechnet der Verband für Deutschland unverändert mit einem Wirtschaftswachstum von etwa 1,5 Prozent. Kritik übte der BDI-Chef erneut am Kurs von US-Präsident Donald Trump. "Ob Einreiseverbote, der Rückzug aus Freihandelsabkommen, die Androhung von Strafzöllen oder die Aufkündigung des Pariser Klimaabkommens: Diese Politik widerspricht allem, was die transatlantische Wertepartnerschaft mit den Vereinigten Staaten bisher ausgezeichnet hat." Zugleich forderte Kempf China auf, Ernst zu machen mit der Marktöffnung und ausländische Unternehmen nicht zu benachteiligen.

Auf dem Industrietag treffen auch Kanzlerin Angela Merkel und ihr SPD-Herausforderer Martin Schulz aufeinander. Im Konzerthaus am Berliner Gendarmenmarkt müssen sich die beiden Wahlkämpfer aber nicht die Hand reichen. CDU-Chefin Merkel redet am Vormittag (10.30 Uhr), der SPD-Vorsitzende Schulz versucht dann später (12.45 Uhr), die versammelten Topmanager von seinen Konzepten zu überzeugen. Auch Grünen-Spitzenkandidat Cem Özdemir und FDP-Chef Christian Lindner werden erwartet.

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